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Mode spendet Hoffnung

Ende September eröffnet in Aalen die „Secontique“. Es ist der vierte Standort für einen Second-Hand-Laden der Aktion Hoffnung.

Aalen

„Wir freuen uns auf Aalen“: Anton Vaas, Geschäftsführer der Aktion Hoffnung, und Regina Hagmann-Kuttruf, Bereichsleiterin Second Hand, bei den Vorbereitungen für die "Secontique" Aalen. Foto: Aktion Hoffnung

Es herrscht Arbeitsstimmung und Vorfreude auf das, was in gut zwei Wochen als „Secontique“ an der Mittelbachstraße die Ladentüren öffnen wird. Wo bisher der „Dr. Skate“-Laden angesiedelt war, wird künftig hochwertige und gut erhaltene Kleidung angeboten.

„Es ist toll, dass aus unserer Idee eines kirchlich getragenen Second-Hand-Shops der Aktion Hoffnung nun auch in Aalen Wirklichkeit wird“, sagt Anton Vaas, Geschäftsführer der Aktion Hoffnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Was bereits in drei anderen Städten - Albstadt, Ulm und Stuttgart - als Konzept sehr gut ankommt, das soll nun auch Aalens Innenstadt bereichern. „Wir hoffen sehr, dass wir damit bei den Aalenern punkten“, so Vaas.

Kleidung ein zweites Leben geben

Die Aktion Hoffnung ist bei den meisten Menschen durch die grünen Altkleider-Container bekannt und durch die Sammelaktionen, die alle zwei Jahre stattfinden. Mit dem Erlös aus den Sammlungen unterstützt die Aktion Hoffnung, eine kirchliche Hilfsorganisation der Diözese, unter anderem Projekte in aller Welt. Man kümmert sich darum, dass gut erhaltene Kleidung weitergegeben wird, andere zu nützlichen Zwecken, wie zum Beispiel Dämmmaterialien, verarbeitet wird.

Ein wichtiger Zweig der Aktion Hoffnung ist auch die Bildungsarbeit. Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sollen immer wieder ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden – so wie zuletzt mit einer dreiteiligen Reihe im Ostalbkreis, in der unter anderem Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann zu Gast war.

Ziel ist es, die „Secontique“ als Bildungsort zu etablieren, in dem verschiedene Träger ihre Angebote durchführen können. „In Ulm kooperieren wir zum Beispiel mit der Katholischen Erwachsenenbildung, in Stuttgart mit der Kampagne Future Fashion. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in Aalen engagierte und kompetente Partner-Organisationen finden werden“, erklärt Vaas. Auch Firmgruppen, Seniorenkreise, Schulklassen und andere Gruppen sollen in dem Laden mit seiner 150 Quadratmeter großen Veranstaltungen zum Thema Kleidung besuchen können.

Vaas sieht in dem Projekt einen weiteren konkreten Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung, denn die Herstellung neuer Kleidung verbrauche enorm viele Ressourcen. „Deshalb ist es nachhaltig und sinnvoll, gut erhaltener und modischer Gebrauchtkleidung ein zweites Leben zu geben.“

Ritter brauchen eine Burg. Die Schwafler wählten Wildenegg zu der ihrigen, obwohl von der Anlage fast kein Stein mehr übrig ist. Dennoch packen die Männer einmal im Jahr Schwarzwurst, Senf und Bier ein und verlegen ihren monatlichen Stammtisch an den idyllischen Ort im Wald. Ab Herbst dreht sich bei ihnen dann alles um die nächste Fasnet. Dieses Jahr blicken sie unter dem Motto „Oldies but Goldies - Altdorf goes Retro“ auf das Geleistete zurück und übergeben die Moderation des Gemeindeballs in jüngere Hände aus den Reihen der ehemaligen Ministrant:innen. Beim Ball selbst, bei der Brunnenputzete und den Kneipenbesuchen in der Hauptfasnet nehmen die Ritter - wie andere Gruppen der Weingartener Kirchengemeinden - jedoch weiterhin die Stadtereignisse aufs Korn. Außerdem tragen sie inzwischen Verantwortung für den katholischen Teil des Weinbergs unterhalb der Basilika.

Engagiert und der Heimat verbunden

Auf einen offiziellen Ritterschlag warten die Mitglieder der Schwafelrunde bis heute. Dennoch übernahmen und übernehmen viele von ihnen beruflich und ehrenamtlich bedeutende gesellschaftliche Aufgaben. Andreas Schwab lehrt Geographie an der Pädagogischen Hochschule, Dirk Polzin unterhält Menschen im Radio und Wolfgang Reck war bis letztes Jahr gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Andere vertreten die Region im Bundestag, sitzen im Rathaus als Bürgermeister oder verarzten nicht nur am Blutfreitag Tiere. Auch so mancher Ex-Basilika-Vikar bleibt im Kontakt zu den Rittern, darunter der letzte Prior des 2010 aufgelösten Klosters, Pater Pirmin Meyer. „Die Identität mit der Weingartener Heimat verbindet uns“, betont Andreas Schwab, „und das gemeinsame Fundament in der Kirche.“

Ist das Vorbild der ritterlichen Schwafelrunde aus dem Mittelalter also wirklich nur eine Fantasie des Autors? Vor einigen Jahren meldete sich ein Nachfahre der Herren von Wildenegg beim Stadtarchiv Weingarten, berichtet Andreas Schwab. Ed K. war in vorgerücktem Alter, lebte in den USA und hatte einen letzten großen Wunsch: Er wollte unbedingt die Burg Wildenegg, den Stammsitz seiner Ahnen, besuchen. In seiner Not verwies ihn der Archivar an die Fasnets-Ritter. Diese empfingen den Senior mit seiner Frau standesgemäß und begleiteten ihn auf die Anhöhe, wo einst die Burg stand. Dass er im dichten Herbstlaub vergraben plötzlich über das Gemälde eines Ritters in Rüstung stolperte, das ihm verdächtig ähnelte, war die Sensation des Tages. Beweis für eine historische Schwafelrunde? Das wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

INFO

Die „Secontique“ Aalen, Mittelbachstraße 8, wird am Freitag, 25. September, eröffnet. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, am Samstag von 10 bis 15 Uhr. Die Ware stammt fast ausschließlich aus Kleiderspenden, die während der Öffnungszeiten direkt im Shop abgegeben werden können. Für die Erstausstattung sammelt die Aktion Hoffnung am Freitag, 18. September von 9 bis 16 Uhr gut erhaltene Kleidung.

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