Die Marginalisierten nicht aus dem Blick verlieren
Die von den Pastoralreferent:innen gewählte Bibelstelle „Auf freiem Feld“ aus Lukas 2,8 – 20passe gut zum Pastoralen Dienst, der Neubeauftragten, der wörtlich ein „Hirtendienst“ sei, so der Bischof. So seien die Hirten die ersten gewesen, denen in der Geburtsnacht Jesu die frohe Botschaft verkündet wurde: „Und darin liegt schon ein starkes Statement: Denn die Hirten gehörten nicht zu den Etablierten und Angesehenen, sie lebten am Rand der Gesellschaft – ganz buchstäblich auf den freien Feldern jenseits der Dörfer und der Wohnsiedlungen, aber auch in einem übertragenen Sinn.“ Schon Papst Franziskus habe immer wieder betont, dass die Marginalisierten die ersten Adressaten der frohen Botschaft sind. Und auch Papst Leo rücke mit seinem Besuch bei den Flüchtlingen in Lampedusa das Schicksal unzähliger Flüchtlinge in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. Bischof Klaus mahnte in seiner Predigt: „Wir dürfen die Marginalisierten nicht aus dem Blick verlieren und wir können von ihnen lernen.“
Auch Salome Dehner aus dem Dekanat Böblingen erklärte das Motto der Beauftragungsfeier mit dem Bild eines Menschen, der im Alltag oft ungeschützt „auf freiem Feld“ und unter dunklen Himmel steht: „Und genau in diesen dunklen Momenten bricht der Himmel auf! Genau so sehen wir unseren Auftrag als zukünftige Pastoralreferent:innen.“
Den Dienst in Liebe tun
Mit der feierlichen Beauftragung erklärten die Kandidat:innen ihre Bereitschaft, Gottes Wort gemäß dem Evangelium und dem Auftrag der Kirche zu leben und zu verkünden und im Auftrag des Bischofs, gemeinsam mit allen Kolleg:innen, den Dienst am Menschen, in Liebe zu tun.
Mit der Beauftragung beginnt für die neuen Pastoralreferent:innen ein neuer Abschnitt. Ab September werden Antonia Löffler aus dem Dekanat Rottweil, Anamarija Žunabović Juričić aus dem Dekanat Reutlingen-Zwiefalten, Alisa Braun aus dem Dekanat Göppingen-Geislingen, Salome Dehner aus dem Dekanat Böblingen, Sandra Biebl aus dem Dekanat Schwäbisch Hall, Anna Flaith aus dem Dekanat Ludwigsburg, Katharina Jauch aus dem Dekanat Esslingen-Nürtingen, Matthias Maiterth aus dem Dekanat Rottenburg und Tamara Rapp, die bereits im Sommer 2025 als Pastoralreferentin für das Erzbistum Köln beauftragt wurde und ab September einen Auftrag in der Hochschulpastoral in Reutlingen sowie im Schuldienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart wahrnehmen wird, ihre Aufgaben in verschiedenen Bereichen der Diözese übernehmen und den Menschen Hoffnung bringen.
Ein sommerliches Familienfest für die neuen Pastis
Mit herzlichem Applaus, guten Wünschen und vielen persönlichen Begegnungen klang der festliche Nachmittag mit einem fröhlichen, bunten Sommerfest im Hof der Kirche St. Maria aus. Für die neuen Pastoralreferent:innen beginnt nun ein neuer Weg – verbunden mit dem Vertrauen der Kirche, den Menschen vor Ort und der gemeinsamen Aufgabe, den Glauben in einer sich wandelnden Gesellschaft lebendig zu bezeugen.