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Mutig von Augenblick zu Augenblick

Anders als sonst – dezentraler und digitaler, aber nicht minder fetzig und feierlich – soll der Jugendtag Untermarchtal werden.

Untermarchtal

Das traditionelle Armbändchen zeigt: Ich war dabei beim Jugendtag Untermarchtal! Dieses Jahr findet er anders als sonst statt. Foto: Jugendtagsbüro

Wenn es mit dem großen Stern nicht aufgeht, sollen es viele Sternchen werden – so wünschen sich und hoffen die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul mit Blick auf die große Sternwallfahrt, zu der sich alljährlich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf den Weg machen, um in Untermarchtal ein Fest des Glaubens zu feiern. „Aufgrund der derzeitigen Situation durch die Corona-Pandemie können Sternwallfahrt und Jugendtag in diesem Jahr leider wieder nicht in der gewohnten Form als großes Jugendtreffen bei uns in Untermarchtal stattfinden“, bedauert Sr. Veronika Hinderhofer vom Jugendtagsbüro. „Für die jungen Leute ist das hart – und für uns auch, weil das immer ein Highlight ist.“ Stattdessen sollen aber Sternwallfahrt und Jugendtag am 30. Mai zu den Jugendlichen in die Gemeinden und Gruppen kommen.

Motto soll Hoffnung geben

Allein oder in kleinen Gruppen sind die jungen Leute eingeladen, sich ein paar Stunden coronakonform auf den Weg zu machen und mit dem Jugendtagsthema zu beschäftigen. „Gehe mutig von Augenblick zu Augenblick…“ lautet das Thema, das natürlich auch durch Corona geprägt ist, wie Schwester Veronika erläutert. „Das Motto soll Hoffnung geben in dieser Situation, in der man vielfach nur auf Sicht fahren kann.“ Mut zu machen und das Vertrauen zu stärken, dass es weitergeht – das hat sich das Vorbereitungsteam für den Jugendtag vorgenommen. Und Schwester Veronika vervollständigt den Satz des Mottos, das von Ordensgründerin Luise von Marillac stammt: „Gehe mutig von Augenblick zu Augenblick auf dem Weg, auf den Gott dich gestellt hat, um zu ihm zu gelangen.“

Die heilige Luise von Marillac war ja zunächst Mutter und Witwe - eine mutige Frau, die ihren Weg mit Gott suchte und fand und die trotz aller Brüche und Widrigkeiten in ihrem Leben zu einer heilen und reifen Persönlichkeit wurde, indem sie sich immer mehr auf Gottes Liebe und Führung verließ. Wenn in allen Lebensbereichen nur von Augenblick zu Augenblick gelebt und geplant werden könne, sei viel Mut nötig. „Gleichzeitig stecken in dem Thema auch viel Hoffnung und Zuversicht, in dieser Situation nicht allein zu sein“, davon sind die Schwestern überzeugt.

Virtuell die Wanderschuhe geschnürt

Ein alternatives, dezentrales Programm soll den Vorgaben der Coronaverordnung gerecht werden und trotzdem den Geist des Jugendtages lebendig werden lassen: Für die „Sternchenwallfahrt“ wird es Anregungen und Impulse auf einer Actionbound oder als Download geben. Den Jugendtag selbst sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort mit einem Jugendgottesdienst begehen – je nach Lage per Stream, den viele Gemeinden ja ohnehin nutzen. Auch dazu bereiten die Schwestern Materialien vor - Impulse, Videos, Musik und ähnliches zum Download.

Zur Einstimmung finden sich jetzt schon verschiedene Posts und Beiträge auf dem Instagram-Kanal jugendtaguntermarchtal. Da fliegen zum Beispiel schon mal die Wanderschuhe (oder Pilgerstiefel) virtuell quer durch die Diözese (und sogar bis nach Irland), um die Verbundenheit zu unterstreichen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wird eine kleine Kerze mit dem Jugendtagslogo bekommen – und das traditionelle Armbändchen, das viele Teilnehmer noch Wochen nach der Veranstaltung stolz tragen, wird es auch geben. „Natürlich ist es spannend, wie das geänderte Konzept ankommt“, sagt Schwester Veronika. Aber das Jugendtagsmotto gilt ja auch schon für die Vorbereitung.

"Haltet fest am Guten"

Impressionen vom Jugendtag 2019

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