Die Diözese Rottenburg-Stuttgart befindet sich mitten im Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“. Wie der aktuelle Stand aussieht, darüber informierten sich fast 200 Vertreterinnen und Vertreter aus den Dekanaten Heilbronn-Neckarsulm, Hohenlohe und Mergentheim sowie aus den Kirchengemeinden dieser Dekanate bei einer Regionalkonferenz. In der Kirche St. Joseph in Öhringen konnten sie Bischof Dr. Klaus Krämer und den Verantwortlichen für die verschiedenen Programme des Prozesses ihre Fragen stellen.
Nach der Begrüßung durch Nada Zinic, gewählte Vorsitzende der Kirchengemeinde Öhringen, und einem Impuls von Pfarrer Steffen Vogt erläuterte Barbara Strifler die Hintergründe für den Entwicklungsprozess. Strifler, die der Prozessleitung „Kirche der Zukunft“ angehört, sprach die Rahmenbedingungen an: den Rückgang der Kirchenmitglieder, die damit verbundenen sinkenden Kirchensteuereinnahmen, sowie den prognostizierten Rückgang des pastoralen Personals. Ende 2025 hatte der Diözesanrat daher im Rahmen des Programms „Seelsorge in neuen Strukturen“ dafür votiert, diözesanweit aus den aktuell 1.020 Kirchengemeinden 50 bis 80 neue Kirchengemeinden zu bilden. Das soll den Verwaltungsaufwand reduzieren, das pastorale Personal entlasten und so Ressourcen für die Seelsorge freisetzen.
Bis zum 20. September sollen die Kirchengemeinden ein Votum dazu abgeben, mit welchen Kirchengemeinden sie künftig eine neue Kirchengemeinde bilden wollen. Ende des Jahres soll dann die Entscheidung über die neue diözesane Landkarte fallen. Danach haben die jeweiligen Kirchengemeinden drei Jahre Zeit, in einer Gründungsvereinbarung die organisatorische und inhaltliche Zusammenarbeit auszuhandeln.