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Neuer Pilgerführer

Der neue Pilgerführer "Martinuswege in Baden-Württemberg" wurde im Diözesanmuseum vorgestellt und Bischof Gebhard Fürst übergeben.

Rottenburg
Übergabe des neuen Martinusführers mit Bischof Gebhard Fürst.

Sie präsentieren stolz den neuen Pilgerführer (von links): Doris Albrecht, die im Bischöflichen Ordinariat für das Pilgern und Wallfahren zuständig ist, Verleger Josef Fink, Achim Wicker und Monika Bucher von der St. Martinus-Gemeinschaft Rottenburg-Stuttgart sowie Bischof Gebhard Fürst. Bild: Gregor Moser

Bischof Gebhard Fürst erhielt am Montag, 10. Februar, den neuen Pilgerführer „Martinuswege in Baden-Württemberg“ übergeben, der bei diesem Anlass der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „Die neue Publikation macht mit ihren guten Wegbeschreibungen und vielen Bildern in der Tat Lust, sich auf den Martinusweg zu begeben“, freute sich Fürst angesichts der Buchpräsentation.

Monika Bucher und Achim Wicker, Vorsitzende und Geschäftsführer der St. Martinus-Gemeinschaft Rottenburg-Stuttgart, stehen an der Spitze des für die Neuerscheinung zuständigen Redaktionsteams. Bucher sagte bei ihrer Begrüßung: „Pilgern ist Gehen mit allen Sinnen.“ Das Pilgern auf dem Martinusweg könne zur Suche nach Spuren des heiligen Martin im eigenen Leben werden.

Achim Wicker wies auf die, wie er sagte, „hervorragende Unterstützung“ durch Dekanatsreferenten der Diözese beim Zustandekommen des Pilgerführers hin. Ohne diese Unterstützung gäbe es das Buch heute nicht, sagte er. „Ich weiß, dass ihr teilweise dafür gesorgt habt, dass Etappen und Wegverläufe extra nochmals abgegangen wurden, Sehenswürdigkeiten und tolle Fotos neu hinzukamen“, hielt er fest und fügte mit Blick auf das diözesanweite Engagement hinzu: „Dass ein Martinusweg bekannt ist, dass ist Job auf Diözesanebene, dass er aber vor Ort lebt, das hängt ganz wesentlich von der Unterstützung durch die Dekanatsleitungen ab.“

Wicker verwies dabei auf das „Samstagspilgern“, bei dem es 2020 einen neuen Angebotsrekord gibt. Beispielhaft nannte er das Format „Kraftquelle Samstagspilgern“ im Allgäu, eine regionale und ökumenische Pilgerbroschüre für die Jakobus- und Martinuswege im Dekanat Ludwigsburg sowie die enge Vernetzung des Martinuswegs auf dem Gebiet des Dekanats Rottenburg mit der „Wirtschaft Tourismus Gastronomie Rottenburg am Neckar“ (WTG) und damit mit dem Tourismus in der Region Rottenburg. „Meine Bitte für die Zukunft: Haltet den Martinusweg in euren Dekanaten weiter lebendig und nutzt dabei auch die Chancen, die gerade eine Zusammenarbeit mit dem örtlichen Tourismus bietet“, schloss Wicker an die Adresse der Dekanate gerichtet, durch die der Pilgerweg führt.

Verleger Josef Fink verwies in seinem Redebeitrag dann auf eine Neuheit des neuen Führers: „Erstmalig haben wir in unserer fast 25-jährigen Verlagsgeschichte bei einer Publikation eine Spiralbindung angewendet, die sich durch ihre besonders praktische Handhabung auszeichnet, da so ein umständliches Blättern für den Pilger, der den Führer unterwegs dabei hat, entfällt.“ Die Broschüre sei mit einer Gesamt- und vielen Detailkarten ausgestattet, die eine gute Orientierung ermöglichten. Neben der Wegbeschreibung würden auch die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, von denen im Führer viele abgebildet sind, in knappster Form beschrieben. „Kurze Informationen zu den einzelnen Wegstrecken wie benötigte Wanderzeiten, zu überwindende Höhenmeter oder Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten fehlen natürlich auch nicht und einführend wird das Leben des heiligen Martin in Form einer Zeittafel nachgezeichnet“, fasste Fink zusammen.

In seinem Schlusswort beschrieb Bischof Fürst die Bedeutung des Pilgerwegs so: „Der Martinusweg hält die Dimension des pilgernden Gottesvolkes wach, das aufmerksam die Gegebenheiten der Welt und die Menschen am Wegesrand wahrnimmt, insbesondere jene, die Zuwendung und Unterstützung besonders benötigen.“ Der Martinusweg sei ein tief in die Landschaft eingegrabenes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe, inspiriert durch seinen Namensgeber, den heiligen Martin von Tours. Schließlich machte er darauf aufmerksam, dass sich der Jakobs- und der Martinusweg in Rottenburg kreuzen. „In unserer Zeit, in der zentrifugale Kräfte wirken, sind das zwei starke Zeichen, die zusammenführen und nach Europa die Botschaft der Nächstenliebe und der Solidarität senden“, unterstrich der Bischof.

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