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Noch freie Plätze in den Waldheimen

Für Kurzentschlossene sind in einigen der acht katholischen Waldheimen noch Plätze frei. In der Gallenklinge findet die letzte Waldheimfreizeit statt.

Stuttgart

Waldheim Schmellbachtal, Foto: Heinz Heiss

Die Hitzewelle ist schon da, die Sommerferien sind in Sichtweite. Zeit also fürs Waldheim. Für Kurzentschlossene sind in einigen der acht katholischen Waldheimen noch Plätze frei. „Wir bieten den Kindern und Jugendlichen an allen Standorten ein abwechslungsreiches Programm mit Olympiaden, Ausflügen, vielen Spielen und unvergesslichen Gemeinschaftserlebnissen“, sagt Michael Guntermann, der die katholischen Waldheime koordiniert. In der Gallenklinge in Stuttgart-Botnang findet in diesem Sommer die voraussichtlich letzte Waldheimfreizeit statt. Das Erbpacht-Grundstück geht an die Stadt Stuttgart zurück.

In der Gallenklinge in Botnang wird es in diesem Sommer noch einmal sehr musikalisch. Die Kirchenmusikerin und Waldheimleiterin Ildiko Häfner probt mit den Kindern in jeder der vier Waldheimwochen ein eigenes Musical. Die Kinder singen, tanzen, bauen Bühnenbilder und gestalten Masken und Kostüme. In der ersten Woche wird von den jeweils 80 Kindern „Tarzan“ geprobt und aufgeführt, in der zweiten Ferienwoche „Robin Hood“, in der dritten „Die Schöne und das Biest“ und in der vierten „Mamma Mia“. „Die Kinder sind unglaublich kreativ und voller Energie und Freude dabei“, erzählt Ildiko Häfner, die schon in den Monaten vorher die Drehbücher anpasst und die Liedtexte vorbereitet. „Ich möchte den Kindern vermitteln, dass der Zusammenhalt wichtig ist und in der Gemeinschaft vieles möglich ist.“   

Im nahegelegenen Wald sammeln die Kinder Äste für die Kulissen. Für die Kostüme werden Papier, Blätter und andere Naturmaterialien verwendet. Verteilt werden die Rollen jeweils am Montag zu Beginn der jeweiligen Waldheimwoche. Am Freitagabend ist dann die Aufführung, zu der Eltern und Freunde eingeladen sind.

Angebote auch für Vorschulkinder

In einigen katholischen Waldheimen in Stuttgart sind noch Plätze frei, einen Überblick über den Anmeldestand und die Anmeldemöglichkeiten bietet die zentrale Waldheim-Homepage der AG Kinder-Stadtranderholung (https://www.waldheime-stuttgart.de/index.php). Insgesamt acht Waldheime betreibt die Katholische Kirche über das Stadtgebiet verteilt, vom Waldheim St. Barbara in Hofen über das Lindental Feuerbach, St. Antonius in Zuffenhausen, die Villa Lerchenheide in Bad Cannstatt und das Waldheim Marienburg im Osten bis zum Waldheim Schmellbachtal in Leinfelden-Echterdingen, wo die Kinder auch den Klettergarten mitnutzen können. Die Angebote richten sich an Schulkinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Im Waldheim Lindental gibt es zudem auch Plätze für Kinder ab 4 Jahren, in den Waldheimen Bruderrain, Schmellbachtal und Lerchenheide ab 5 Jahren. Für finanziell benachteiligte Familien werden Ermäßigungen angeboten.

Kinder verbringen viel Zeit draußen in der Natur

Je nach Auslastung bieten die acht Ferienheime insgesamt Platz für rund 1.000 Schulkinder, die von 180 ehrenamtlich engagierten und pädagogisch geschulten Betreuern in Gruppen durch den Tag geleitet werden. Weitere 40 Ehrenamtliche kümmern sich in der Waldheimküche um Frühstück, Mittagessen und einen Imbiss am Nachmittag. „Die einzelnen Waldheime setzen unterschiedliche Schwerpunkte und gestalten ihr eigenes Programm. Gemeinsam ist allen, dass die Kinder viel Zeit draußen in der Natur und in Bewegung verbringen“, sagt Michael Guntermann. Bei den Programmen ist Vielfalt angesagt: Es gibt Schnitzeljagden quer durch den Wald, Barfußrennen im Bachlauf, Fußballturniere, gemeinsame Ausflüge in die Umgebung, Wasserschlachten, Theateraufführungen, Liederwettbewerbe am Lagerfeuer, Zirkusshows, Geländespiele, Olympiaden, Bastelnachmittage und auch Waldheim-Gottesdienste.

Gallenklinge geht an die Stadt Stuttgart zurück

Besonders ist die Situation in diesem Sommer in der Gallenklinge, da der Abschied mitschwingt. Die Kirchengemeinde St. Elisabeth gibt das Erbpachtgrundstück nach 100 Jahren an die Stadt Stuttgart zurück. „Die Gallenklinge ist ein kleines Idyll in der Großstadt. Die Gemeinde ist dankbar dafür, dass sie diesen besonderen Ort 100 Jahre lang nutzen konnte“, sagt Werner Laub, der Leitende Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-West, zu der auch St. Elisabeth gehört. In der Gallenklinge hat die Gemeinde viele Feste gefeiert, jahrelang sonntags zum Mittagessen eingeladen, Spielenachmittage veranstaltet. Und eben die Waldheimfreizeiten an drei Wochen im Jahr organisiert. Die meiste Zeit allerdings blieb die Gallenklinge ungenutzt, da das Baurecht an dieser Stelle beispielsweise eine Kindertagesstätte oder eine andere dauerhafte Nutzung nicht zulässt.

Deshalb ist der Ablauf der Erbpacht nach 100 Jahren für die Gemeinde ein guter Zeitpunkt, Gebäude und Grundstück Gallenklinge an die Stadt Stuttgart zurückzugeben. Pfarrer Werner Laub verbindet die Rückgabe mit einem Angebot an die Landeshauptstadt: „Solange es seitens der Stadt keine Nachnutzung gibt, sind wir gerne bereit, die Waldheimfreizeiten weiter zu organisieren. Wir brauchen hierfür allerdings ein klares Signal der Stadt.“ Das Abschiedsfest der Gemeinde in der Gallenklinge findet am Samstag, 27. September, ab 17 Uhr statt.

Katholische Kirche in Stuttgart

Dies ist ein Text der Katholischen Kirche in Stuttgart.
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