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Nöte verstehen und aushalten

Die Telefonseelsorge "Ruf und Rat" sucht in Stuttgart ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Januar beginnt die neue Ausbildung.

Stuttgart

Symbolbild: iStock.com/AND-ONE

Einsamkeit, Depressionen und Ängste sind die häufigsten Themen, mit denen sich Menschen an die Telefonseelsorge wenden. Der Dienst setzt eine hohe persönliche und fachliche Kompetenz voraus. Die Ehrenamtlichen hören zu, gehen auf die Anrufenden ein, verstehen ihre Nöte und müssen sie auch aushalten.

Flexibilität ist gefragt: Von einer Minute auf die andere müssen sich die Ehrenamtlichen auf ein neues Gegenüber einstellen. Hierbei ist Einfühlungsvermögen, aber auch Abgrenzung nötig. Nähe und Distanz müssen immer wieder ausbalanciert werden. Eine gute Ausbildung ist unabdingbar.

Ausbildung startet im Januar 2022

Ziel der Ausbildung ist, dass die Ehrenamtlichen echt, einfühlend und wertschätzend kommunizieren. Hierfür lernen sie Methoden, um die Gespräche entsprechend zu gestalten. Durch Selbsterfahrung und Trainingseinheiten gewinnen sie an Einfühlungsvermögen, Fantasie und innerer Beweglichkeit. Diese Fähigkeiten können sie für die Beratungstätigkeit sowie für alle übrigen Lebens- und Beziehungsbereiche nutzen.

Die intensive Vorbereitung auf den Dienst am Telefon umfasst etwa 150 Stunden und ist kostenfrei. Am Dienstag, 26. Oktober, ist von 18 bis 19.30 Uhr ein Informationsabend im Rupert-Mayer-Haus, Hospitalstraße 26, Stuttgart.

Weitere Informationen zur Ausbildung gibt es im Internet: https://ruf-und-rat.de/aktuell/neuer-ausbildungskurs-2022/

Telefonseelsorge in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg arbeiten derzeit 763 Frauen und 297 Männer für die Telefonseelsorge. Sie leisten insgesamt etwa 132.000 Stunden pro Jahr Dienst am Telefon sowie per Chat und E-Mail. 2020 fanden in den 13 Seelsorgestellen in Baden-Württemberg 150.000 Seelsorgekontakte statt.

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