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„Ökumenische Krankenhausseelsorge macht mobil“

Der Ausbildungskurs für ehrenamtliche Klinikseelsorgerinnen und Klinikseelsorger startet im Sommer 2022.

Stuttgart

Die Corona-Pandemie hat es ganz deutlich gezeigt: Krankenhausseelsorger/innen, egal ob katholisch oder evangelisch, sind so gefragt wie nie zuvor, denn abgesehen vom medizinischen Personal und der Ärzteschaft waren sie die einzigen, die Besuche am Krankenbett wahrnehmen durften und mal nicht mit schlechten Diagnosen oder Medizin aufwarteten. Doch auch unter „normalen“ Umständen werden sie gerne von Patientinnen und Patienten angefordert oder von der Stationsleitung zu einem Krankenbesuch gebeten: ob Gespräche über „Gott und die Welt“, ein vorgelesener Psalm oder ein gemeinsam gesprochenes Gebet.

In den Stuttgarter Krankenhäusern sind in der Regel evangelische und katholische Seelsorgerinnen und Seelsorger hauptberuflich tätig. Um jedoch dem erhöhten Bedarf an Seelsorge gerecht zu werden, wurden in den vergangenen Jahren ehrenamtliche Mitarbeiter/innen für die Krankenhausseelsorge ausgebildet. Diese Praxis soll nun im Sommer fortgesetzt werden. Der Ausbildungskurs „KeSS“ des Seminars für Seelsorgefortbildung (Evangelische Landeskirche in Württemberg) in Stuttgart-Birkach wird als ökumenisches Projekt angeboten. KeSS steht für „Kurs für ehrenamtliche SeelsorgerINNEN“. „Dafür suchen wir Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich in der Krankenhausseelsorge mitzuarbeiten. Die Frauen und Männer werden befähigt, eine Station im Krankenhaus wöchentlich zu besuchen und die Patientinnen und Patienten seelsorgerlich zu begleiten. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Krankenhausseelsorge vor Ort“, so beschreibt es Pfarrerin Rahel Mack, Studienleiterin für ehrenamtliche Seelsorge am Seminar für Seelsorgefortbildung in Birkach.

Nikolaus Fischer-Romer, Krankenhausseelsorger in Bad Cannstatt, ergänzt: „Ich bin seit zehn Jahren mit Ehrenamtlichen im Krankenhaus unterwegs und muss sagen: Das, was am Krankenbett zur Sprache kommt, anzuhören, ist oft herausfordernd und schwer, aber es ist auch eine schöne und erfüllende Erfahrung. Uns Seelsorger/innen, egal ob haupt- oder ehrenamtlich, wird meist ein großer Vertrauensvorschuss entgegengebracht.“ Seine Kollegin, Diakonin Barbara Neudeck, fügt hinzu: „Und die Erfahrungen mit den Ausgebildeten der ersten Kurse zeigen, dass die Ehrenamtlichen mit ihrer Begeisterung und ihrem Feingefühl in den Kliniken sehr gut ankommen.“

Für den neuen KeSS (Juni 2022 bis Januar 2023) werden Ehrenamtliche speziell für Stuttgarter Kliniken, aber auch für Krankenhäuser in der Region gesucht: Krankenhaus Bad Cannstatt, Diakonie-Klinikum, Karl-Olga-Krankenhaus, Medius-Klinik Nürtingen, Krankenhaus Leonberg, Klinikum Ludwigsburg und die Filderklinik.

Ein Informationsabend (22. Juni 2022) im evangelischen Gemeindehaus Botnang bietet den Interessierten die Gelegenheit, sich ein Bild von der Ausbildung zu machen und Fragen zu stellen. An diesem Abend finden auch die Auswahlgespräche mit den Kursleiterinnen statt.

Katholische Kirche in Stuttgart

Dies ist ein Text der Katholischen Kirche in Stuttgart.
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