„Was täten wir in dieser Gesellschaft ohne Menschen, die sich für andere einsetzen“, fragte Pfarrer Weber, um nach einem kurzen Ritt durch die Geschichte der Brandbekämpfung auf die heute weit vielfältigeren Aufgaben der Feuerwehr zu sprechen zu kommen, etwa bei Verkehrsunfällen und im Bereich des Umweltschutzes. Angesichts der Gefahren beim Einsatz sei es doch gut, wenn man zusätzlich zu guter Ausbildung auch auf eine Hilfe „von oben“ bauen könne. Mit dem heiligen Florian als Patron der Feuerwehr und Fürsprecher bei Gott gebe es einen solchen Helfer, der wegen seiner großen Bedeutung über den katholischen und kirchlichen Raum hinaus einer der wenigen „ökumenischen“ Heiligen sei, sagte Weber.
„Das können wir von Florian lernen"
In seinem Glauben an Christus und dem Festhalten an diesem damals neuen Weg habe Florian eine ganz neue Qualität für sein Leben entdeckt: Zuwendung und gelebte Gemeinschaft statt nur für sich selber zu leben; für andere da sein statt nur die eigene Macht zu verwalten. Den Glauben als tragfähige Hilfe und Perspektive in unübersichtlichen Zeiten zu entdecken und zu leben – „das können wir von Florian lernen, und ich denke, unsere Zeiten sind fast genauso unsicher wie es die seinen waren“, sagte Weber in seiner Predigt. Die christliche Botschaft könne in diesen Zeiten eine ganz wichtige Richtschnur sein.
Indem er nicht sich selbst, sondern den anderen zuerst gesehen und sich für seine Mitmenschen eingesetzt habe, sei Florian auch für Menschen im 21. Jahrhundert ein Vorbild, sagte Weber. „Das tun Sie bei der Feuerwehr, das tun Sie sogar freiwillig.“ Gerade in Zeiten, in denen die dunklen Nachrichten überhandnehmen, sei es wichtig, diesen Einsatz füreinander besser wahrzunehmen und zu zeigen, „dass sich dieser Einsatz lohnt, dass auch etwas zurückkommt“.