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Österliche Botschaft für eine Wüstenzeit

Wüstenzeit in der Welt und in der Kirche. Die Böfinger Künstlerin Karin-Maria Breidbach hat ein Fastenhungertuch mit hoffnungsvoller Botschaft gemalt.

Ulm (Donau)

Die Böfinger Künstlerin und Kirchengemeinderätin Karin-Maria Breidbach hat das Fastenhungertuch für die Pfarrkirche Zum Guten Hirten in Ulm gemalt. Es hat eine österliche Botschaft. Foto: Kai-C. Ewers

„Warum gehst du überhaupt noch in die Kirche?" - „Warum machst du das?" - Solche Fragen haben die Böfinger Kirchengemeinderätin und Künstlerin Karin-Maria Breidbach aufgewühlt. Und inspiriert. Von den Fragen und Zweifeln der Menschen um sie herum hat sie Parallelen entdeckt zur Zeit Mose. Das Buch Exodus beschreibt, wie sich das Volk Gottes durchgekämpft hat durch die Wüste. „Wie damals fliehen die Menschen auch heute vor den Machthabern, den Kriegstreibenden, und heute auch aus den Kirchen. Wie zerstreute Schafe irren sie vermeintlich hilflos umher", sagt sie. Besonders beeindruckt hat sie, dass die Menschen damals das Wichtigste und ihnen Heiligste, die Bundeslade mit den Zehn Geboten, durch diese Wüstenzeit durchgetragen haben. Bis in unsere Zeit. „Und ich hoffe, dass wir das heute auch schaffen."

Ihre Gedanken hat sie in dem Fastenhungertuch festgehalten, das sie für ihre Pfarrkirche Zum Guten Hirten geschaffen hat. Es ist ein Hungertuch voller Hoffnung und österlicher Botschaften. So wie Gott sein Volk auf dem Weg durch die Wüste mit Brot gespeist hat, so speist er auch die Menschen heute durch die Eucharistie. Und mit der Person, die auf dem Hungertuch eine Schriftrolle mit dem Psalm 23 trägt, dürfen auch Menschen heute voller Vertrauen sagen: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.“

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