„Das Online-Format liegt nicht allen“, räumt Monika Romer ein, „aber auch in dieser Form des Faschings geht’s auch darum, etwas miteinander zu tun.“ Schließlich habe es auch im Live-Fasching früherer Jahre immer Elemente gegeben, „wo die Frauen miteinander etwas machen – Spiele, Gedichte, einfach in Freude zusammenkommen“. Der Ökumenische Frauenstammtisch, den es seit 2004 gibt, versteht sich als offene Runde, „um Frauen miteinander ins Gespräch zu bringen über ihr Leben, ihren Glauben, Alltägliches und Soziales“ und um eine Möglichkeit zur Vernetzung über die Kirchengemeinden hinweg zu geben.
"Schön, dass es das gibt"
„Seit Beginn der Corona-Maßnahmen haben wir nach anderen Möglichkeiten gesucht und bereits drei andere Veranstaltungen online gemacht“, berichtet Monika Romer, die von 1997 bis 2015 Gemeindereferentin in Langenau war und sich seither ehrenamtlich in der Frauenarbeit engagiert. „Warum nicht auch Fasching?“ Durch alle bisherigen Veranstaltungen habe sich gezeigt, „dass Frauen gesagt haben: ‚Schön, dass es das gibt, dass es wenigstens etwas gibt, wo man sich auch mal auf andere Gedanken bringen kann und mit anderen dann doch so ein bisschen ins Gespräch kommen kann.‘“
Auch online wird bei der Weiberfasnet übrigens nichts dem Zufall überlassen: In einem Überraschungstütchen, das die angemeldeten Frauen im Vorfeld bekommen, finden sich Deko-Artikel für Zuhause und eine Tröte, Fingerpüppchen für den Tanz und andere nette Kleinigkeiten, ein kleines Fläschchen Prosecco für die gute Stimmung – und ein Türschild für den Partyraum: „Männerfreie Spaßzone“, das sonst immer an der Eingangstür zum Saal hängt, wie Monika Romer erklärt. Okay, dann wissen wir Bescheid.