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Orgelweihe im renovierten Münster

Mit einem Gottesdienst und einem Festprogramm feiern zahlreiche Gläubige die Wiedereröffnung der Kirche St. Johannes Baptist.

Bad Mergentheim
Orgelweihe im Münster Diözese Rottenburg-Stuttgart / Arkadius Guzy

Weihbischof Thomas Maria Renz segnet die neue Orgel. DRS/Guzy

Fast zweieinhalb Jahre war das Münster St. Johannes Baptist geschlossen. Am zweiten Adventssonntag feierten die Gläubigen nun den ersten Gottesdienst in der frisch renovierten Kirche und hörten zum ersten Mal die Klänge der neuen Orgel.

Der Gottesdienst begann zunächst in der Marienkirche, die während der Bauarbeiten die neue Heimat für die Münstergemeinde bildete, wie Pfarrer Thomas Frey sagte. Daneben durfte die Gemeinde während der Münsterschließung die evangelische Schlosskirche nutzen. Nach einem Abschied von der Marienkirche ging es in einer Prozession quer über den Marktplatz zum Münster. Frey öffnete mit einem Schlüssel die Tür des Hauptportals. Sein Vorgänger, Pfarrer Ulrich Skobowsky, der als Konzelebrant zu Gast war, hatte diese im Juli 2020 für die Innenrenovierung symbolisch abgeschlossen.

Als „wunderbar hell“ und „gelungen“ erlebten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher den renovierten Kirchenraum. So lauteten jedenfalls die Kommentare, die sich nach der Feier aufschnappen ließen.

Barocke Musik zum Auftakt

„Man hat das Gefühl, alle haben ihren Teil beigetragen“, sagte Weihbischof Thomas Maria Renz im Gottesdienst. Er wünschte der Kirche als dem „Heimatort für die Seele“ viele Besucherinnen und Besucher. In seiner Predigt erinnerte Renz auch an den 4. Dezember als Gedenktag der heiligen Barbara und den Brauch, an dem Tag Barbarazweige zu schneiden. Dann segnete er die neue Orgel. Mit einem Werk des Barockkomponisten Georg Muffat ließ Kirchenmusiker Michael Müller das neue Instrument zum ersten Mal im Gottesdienst erklingen.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar überbrachte die Glückwünsche der Stadt Bad Mergentheim. Er sprach der Diözese seinen Dank für die Renovierung eines der prägendsten sakralen Gebäude der Stadt aus. Pfarrer Frey erwähnte die vielen Gönner, ohne die die Renovierung und der Orgelbau nicht möglich gewesen wären. Außerdem dankte er den vielen Personen, die sich in unterschiedlicher Form eingebracht hatten. Zwei hob er hervor: Architekt Hanns Berger und Mesner Ansgar Weiß. Für sie gab es ein Geschenk und kräftigen Applaus von den voll besetzten Bankreihen. Ein Geschenk gab es auch für die Kirchengemeinde: Weihbischof Renz erklärte, dass er anlässlich der abgeschlossenen Renovierung ein neues Weihrauchfass spendieren wolle.

Nach dem Gottesdienst, an dem auch der Münsterchor und die Stadtkapelle musikalisch mitwirkten, konnten sich alle Neugierigen die neue Orgel und die renovierte Kirche erklären lassen. Dafür gab es am Nachmittag Kirchen- und Orgelführungen sowie ein Orgelkonzert.

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