Ein Konzert in der Reihe der „Internationalen Rottenburger Orgelkonzerte“ beginnt am Sonntag, 9. Februar, um 17 Uhr im Dom St. Martin. Der Interpret des Abends ist Domorganist Professor Ruben Johannes Sturm, der nunmehr zehn Jahre am Rottenburger Dom tätig ist und seither auch die Orgelkonzertreihe künstlerisch leitet. Am Sonntag erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Louis Vierne, Max Reger und Mathias Rehfeldt.
Der französische Komponist Louis Vierne würde dieses Jahr seinen 150. Geburtstag feiern. Grund genug, einige seiner Orgelwerke mit auf das Programm zu setzen. Vierne war Titularorganist an der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Die Werke des seit frühester Kindheit erblindeten Komponisten atmen daher – bei aller formaler Strenge – stets kathedralhafte Größe und Atmosphäre sowie den Geist des französischen Impressionismus.
Mathias Rehfeldt ist in seiner Musik Grenzgänger zwischen Klassik und Elektronik. Als Organist für Stummfilmkonzerte und mit diversen Eigenkompositionen trat er in den USA, Kanada und Deutschland auf. Im Jahr 2015 gründete er das Projekt „Gabriel Fawkes“ mit der selbstgestellten Aufgabe, klassische Musik mit moderner Elektronik zu verbinden. Er gewann bereits mehrere Filmmusikpreise und war im Jahr 2018 für den „Deutschen Filmmusikpreis“ nominiert. Seither gewann er zahlreiche Preise im In- und Ausland für seine cineastischen Kompositionen, unter anderem den New York Cinematography Award und den American Golden Picture Award. Die Silva Nigra Suite („Schwarzwald-Suite“) des aus Rottenburg stammenden Filmkomponisten entstand 2013 und erlebt in dem Konzert am Sonntag ihre Erstaufführung in der Bischofsstadt.
Karten zu 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) gibt es im Vorverkauf in Rottenburg beim Schwäbischen Tagblatt (Metzelplatz), der WTG (Marktplatz), im Tourist & Ticket-Center Tübingen (Neckarbrücke) und der Hochschule für Kirchenmusik (St.-Meinrad-Weg 6) beziehungsweise an der Abendkasse. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.
Musikalische Erstaufführung
Die Orgel im Rottenburger Dom. Foto: DRS
Zur Person
Sven Jast ist in Aalen-Dewangen aufgewachsen. Von 2012 bis 2019 war er Leitender Pfarrer in der Seelsorgeeinheit "Lebendiges Wasser" im Dekanat Göppingen-Geislingen. Nach einem halben Sabbatjahr und dem Einsatz als Vertretung in den Seelsorgeeinheiten Hohenloher Ebene und dann Vorallgäu ist der 40-Jährige seit Anfang März Pfarrvikar in der Seelsorgeeinheit Künzelsau (Dekanat Hohenlohe). Zusätzlich arbeitet er an dem Projekt „Evangelisation und Musik“.