Zum Inhalt springen

Palmsonntagskollekte online

Der Deutsche Verein vom Heiligen Land setzt sich für Christen in Israel und Palästina ein. Die Krise verschärft die ohnehin angespannte Situation.

Köln / Rottenburg
Ein Altenheim des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande im Westjordanland ist wegen der Corona-Pandemie derzeit praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Auch hier werden die Spenden der Palmsonntagskollekte dringend benötigt. Bild: DVHL

Ein Altenheim des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande im Westjordanland ist wegen der Corona-Pandemie derzeit praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Auch hier werden die Spenden der Palmsonntagskollekte dringend benötigt. Bild: DVHL

Die Not der Christen im Heiligen Land wird immer größer. Hat sich in den vergangenen Jahren ihre Situation dort ohnehin immer schwieriger gestaltet, so verschärft die Corona-Krise die Lebensbedingungen in diesen Tagen noch weiter.

„Die Menschen, vor allem in den palästinensischen Gebieten, haben große Sorgen“, berichtet Dr. Georg Röwekamp, Leiter des Jerusalem-Büros des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL) mit Sitz in Köln.

„Die medizinische Versorgung dort ist für solch eine Situation absolut nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass kaum jemand Rücklagen hat und eine soziale Absicherung praktisch nicht existiert. Die Situation in unserem Altenheim in Qubeibeh ist besonders dramatisch: Die Freiwilligen sind nach Deutschland zurückgekehrt und das Nachbardorf steht wegen mehrerer Infektionen unter Quarantäne, so dass Beit Emmaus praktisch von der Außenwelt abgeschnitten ist.“ Die Pflege und die Bezahlung der Mitarbeiterinnen würden für den DVHL immer schwieriger.

Der Verein, der sich seit über 160 Jahren für die Menschen im Heiligen Land einsetzt, hat mit Kriegen und Intifadas viele Krisensituationen durchgestanden und konnte den Christen in Israel und Palästina immer ein verlässlicher Partner sein. In diesem Jahr ist alles anders. Denn nicht nur, dass die Corona-Pandemie auch hier die Volkswirtschaft lähmt und viele Familien in Existenznot bringt – durch die Absage der Gottesdienst infolge von Corona, kann auch die Palmsonntagskollekte nicht in ihrer gewohnten Form stattfinden. Somit ist die Haupteinnahmequelle des DVHL bedroht.

In dieser Situation stellt DVHL-Generalsekretär Heinz Thiel fest: „Die Palmsonntagskollekte findet trotzdem statt. Sie kann nur nicht in gewohnter Form vollzogen werden. ‚Überweisung statt Klingelbeutel‘ ist nun das Gebot der Stunde.“ Dafür sei ein Sonderkonto eingerichtet worden. „Von der Seite www.palmsonntagskollekte.de kann direkt online gespendet werden. Diese Seite ist die gemeinsame Seite der Franziskaner und des DVHL, die das Geld dorthin bringen, wo es wirklich gebraucht wird“, sagt Thiel. Das Spendenkonto des DVHL bei der Pax-Bank hat die IBAN DE13 3706 0193 2020 2020 10, das Stichwort für Spenden lautet: „Spende zu Palmsonntag“. 

Bischof Gebhard Fürst wird bei dem Gottesdienst am kommenden Sonntag, 5. April, im Rottenburger Dom St. Martin, der ab 9.30 Uhr auf der Internetseite www.drs.de übertragen werden wird, ebenfalls auf die Palmsonntagskollekte hinweisen und zum Spenden für den guten Zweck aufrufen.

Kontakt

Weitere Informationen über den Deutschen Verein vom Heiligen Lande

Für weitere Informationen steht Dr. Georg Röwekamp, Leiter des DVHL-Büros in Jerusalem, unter g.roewekamp@dvhl.de oder Telefon +9 72 / 5 25 34 33 36  für weitere Informationen über die Krisensituation im Heiligen Land zur Verfügung.

Monsignore Ludger Bornemann, geistlicher Leiter des DVHL, informiert darüber hinaus unter ludgerbornemann@yahoo.de oder via Telefon 0 15 73 / 4 79 88 83 über den DVHL und die Folgen durch den Wegfall der Palmsonntagskollekte.

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Markus Waggershauser

Im Storchengang durchs kalte Wasser

Jordanbad

Wassertreten im Kneippbecken ist gut für die Gesundheit und erfrischt im Biberacher Jordanbad und anderswo Körper und Seele - nicht nur im Sommer.

Anita Wenger

Handgeschriebene Corona-Bibel unterwegs

Wolpertswende

Die Kirche St. Gangolf in Wolpertswende beherbergt im Oktober ein Druckexemplar der St. Galler Bibel mit vielfältigen Illustrationen.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Arkadius Guzy

Chor aus Malaysia zeigt Glaubenstradition

Heilbronn

Im Rahmen einer langjährigen ökumenischen Direktpartnerschaft besucht ein Ensemble von der Insel Borneo die Stadt Heilbronn und die Umgebung.

Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirchen suchen gemeinsame Lösungen mit Kommunen

Stuttgart

Acht Regionentreffen laden zum Austausch über die Zukunft kirchlicher Gebäude in Württemberg. Bischof und Landesbischof beziehen in Video Position.

Kirche im Wandel – Zukunft mitgestalten

Stuttgart

Die Diözesanräte Johannes Bergold und Wolfgang Ernst sprechen darüber, wie kirchliches Leben auch unter veränderten Bedingungen lebendig bleiben kann.

Stiftung Liebenau

Austausch über soziale Arbeit, Pflege und Hospiz

Liebenau

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht die Stiftung Liebenau in Meckenbeuren und deren Einrichtungen im Franziskuszentrum in Friedrichshafen am Bodensee.

Sibylle Schwenk

Starkes Miteinander durch Wertschätzung und Respekt

Ellwangen (Jagst)

Mit weißen Rosen und Kerzen erwiesen Gläubige aus Kirchengemeinden rund um Ellwangen bei der Dekanatswallfahrt dem seligen Pater Philipp die Ehre.