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Permanent aktiv für den Umweltschutz

Tagungshäuser werden rezertifiziert: Priesterseminar, Hirscherhaus und Martinshof betreiben seit vielen Jahren EMAS-Umweltmanagement.

Rottenburg am Neckar
Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Sie versuchen seit Jahren das Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen zu stärken und bringen dabei vor allem auch konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduktion auf den Weg (von links): Andreas Rieg, Xaver Steidle, Isolde Becht, Ute Weimer vom Hirscherhaus und Jörg Becht, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Isolde den Martinshof leitet. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Seit rund 20 Jahren betreiben die zwölf Tagungs- und Jugendhäuser der Diözese Rottenburg-Stuttgart und mit ihnen das Hirscherhaus in Rottenburg ein konsequentes Umweltmanagement mit dem „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS) der Europäischen Union. Nun brachte ihnen ihre konstante Arbeit für den Umweltschutz die EMAS-Rezertifizierung ein. Dabei stehen die Tagungshäuser mit ihrem Engagement nicht allein: Seit vielen Jahren beteiligen sich auch das Priesterseminar und der Martinshof am anspruchsvollen EMAS-Prozess.

Laut Regens Andreas Rieg ist gerade das „konsequente Dranbleiben“ das Entscheidende am EMAS-Verfahren. Erst die stetige Beschäftigung mit dem Thema bringe den Erfolg. Dafür müssten Audits durch externe Gutachter bestanden und jährliche Umwelterklärungen erarbeitet und bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer eingereicht werden. Über Jahre müssten die Beteiligten kontinuierlich dafür sorgen, dass der Ist-Zustand festgestellt und dokumentiert, analysiert und dann verbessert wird, sagt der Leiter des Priesterseminars.

Aufs Dach der Karmeliterinnenkiche soll eine Photovoltaikanlage

Seit 2010 sei im Priesterseminar so beispielsweise in vielen Bereichen die Dämmklasse der Fenster verbessert worden, die Beleuchtung wurde auf LED-Technik umgestellt, es soll ein Lastenfahrrad gekauft werden und gemeinsam mit dem baulich verbundenen Hirscherhaus sowie dem nebenliegenden Diözesanmuseum und der Bibliothek wurde ein Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen.

Um den Stromverbrauch ganz auf erneuerbare Energie umzustellen, sei angedacht, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der ehemaligen Karmeliterkirche zu errichten. Und auch in der Ausbildung der Priesteramtskandidaten sei der Umweltschutz fest verankert. „Ich möchte mit den Alumnen darüber ins Gespräch kommen, was wir jetzt als Institution tun und als Einzelne tun können und wie sie später handeln, wenn sie in einer Kirchengemeinde oder Seelsorgeeinheit Mitverantwortung tragen“, betont Rieg.

Energieverbrauch konnte kontinuierlich gesenkt werden

Auch Tagungshaus-Geschäftsführer Xaver Steidle kann auf viele Verbesserungen verweisen, die in den vergangenen Jahren erreicht wurden: „Durch unsere Arbeit konnten wir die Energieverbräuche kontinuierlich senken, Heizungsanlagen erneuern, die Müllvermeidung vorantreiben, im Sinne der Biodiversität naturnahe Flächen im Außenbereich vergrößern und das Bewusstsein unserer Gäste und Mitarbeitenden für Nachhaltigkeitsthemen beständig und konsequent weiterentwickeln“, freut er sich. „Gottes Schöpfung zu bewahren, ist für uns ebenso ein Anliegen, wie unseren Gästen einen nachhaltigen Aufenthalt in einem unserer Häuser zu bieten.“

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