Zum Inhalt springen

Pflege braucht Zukunft

Der KAB spricht sich für eine Deckelung der Pflegekosten aus und fordert eine solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung.

Stuttgart

Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung KAB begrüßt das Vorhaben von Gesundheitsminister Jens Spahn, die Eigenanteile der Versicherten bei stationärer Unterbringung in Pflegeheimen zu begrenzen. Gleichzeitig stelle sich damit die Frage der Finanzierung. „Wir fordern seit Jahren Beiträge zur Pflegeversicherung nicht nur auf Löhne, sondern auch auf Kapitalerträge wie Mieteinnahmen und Aktiengewinne zu erheben“ sagt Diözesansekretärin Svenja Gruß.

Sie weist auf die groß angelegte KAB-Aktion „Pflege braucht Zukunft“ hin; ganz aktuell sei die Forderung nach solidarischer Finanzierung darin aufgenommen. „Dies ist eine unserer zentralen Forderungen, weil hier gesellschaftlicher Zusammenhalt konkret wird,“ so Gruß.

Die KAB engagiert sich schon lange für den Ausbau der Pflegeversicherung nach dem Modell der Bürgerversicherung. Jetzt sei die Zeit reif. „Wir erfahren tausendfache Unterstützung in unserer Aktion Pflege braucht Zukunft. Die Bürger und Bürgerinnen erwarten, dass nicht nur angekündigt, sondern auch gehandelt wird“ sagt Sekretärin für Pflegepolitik Maria Sinz. Mit Blick auf die Initiative des Gesundheitsministers betont sie: „Die KAB engagiert sich auch in der sozialen Selbstverwaltung, wie etwa der der Krankenversicherungen. Politik tut gut daran gemeinsam mit den Gremien der Selbstverwaltung zu handeln.“ Diese sei ein bewährtes System, wie gerade Gesundheits- und Pflegepolitik breit in der Bevölkerung zu verankern sei.

Zum Reformbedarf insgesamt erklärt die Sinz: „Neben der Finanzierung sehen wir vor allem die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen in der Pflege zu verbessern. Damit Menschen, die dem Beruf den Rücken gekehrt haben, zurückkommen.“ Hier könne Politik handeln. „In unserer Petition Pflege braucht Zukunft fordern wir deshalb auch eine Begrenzung der Schichtfolgen. Politik kann im Arbeitszeitgesetz den Rahmen festlegen: maximal 7 Tage dürfen in Folge gearbeitet werden, darauf müssen zwei Tage frei folgen.“ Nach jahrelangem, intensivem Austausch mit Beschäftigten in der Pflege weiß Sinz wovon sie spricht. „Verlässliche Dienstzeiten sind das A und O für gute Arbeit in der Pflege. Wir fordern Regelungen. Politik kann hier den Rahmen gestalten."

Aktuelles

zum Thema

Die guten Geister im Mittelpunkt

Fellbach

Über 700 Mesner:innen aus der ganzen Diözese feiern einen inspirierenden und kurzweiligen Tag in der Schwabenlandhalle in Fellbach.

Gemeinsam stark für die Jugendarbeit

Wernau (Neckar)

Carolin Christmann-Höfle ist erneut Diözesanleiterin von BDKJ und BJA. Sie setzt sich für Kinderschutz, Jugendräume und starke Verbände ein.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Blutreitergruppe Meckenbeuren

In Treue zum Weingartener Blutritt

Meckenbeuren

Wie andere in den letzten Jahren feiert die Blutreitergruppe Meckenbeuren 2026 ihre Gründung vor 100 Jahren mit Gottesdienst und Reiterprozession.

DRS / Annika Werner

Landwirt sein, aus Liebe zur Familie und zur Natur

Rottweil

Der Hof der Sauters ist seit 300 Jahren im Familienbesitz. Damit er weiterbestehen kann, führt ihn der 33-jährige Samuel auf mehreren Standbeinen.

Angelika Sönnichsen

Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht Friedens-, Bildungs- und Klimaprojekte in Burundi. Die Reise zeigt, wie langjährige Partnerschaft Zukunft schafft.

Christine Eberle

Kunst zum Entdecken und Nachdenken

Ellwangen (Jagst)

Eine Ausstellung mit Werken von Judith Wettemann-Ebert knüpft an die Themen der Landesgartenschau und besonders an die dortige Blumenschau an.

Markus Waggershauser

Im Storchengang durchs kalte Wasser

Jordanbad

Wassertreten im Kneippbecken ist gut für die Gesundheit und erfrischt im Biberacher Jordanbad und anderswo Körper und Seele - nicht nur im Sommer.