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Prälat Werner Redies feiert 90. Geburtstag

Der langjährige frühere Generalvikar der Diözese, Prälat Werner Redies, wird am 10. August 90 Jahre alt. Ein engagierter Seelsorger ist er bis heute.

Ellwangen (Jagst)

Prälat Werner Redies. Foto: drs/Jerabek

Als Priester hilft er aus, wo „Not am Mann“ ist, nimmt sich Zeit für Menschen, engagiert sich bei Jubiläen und Patrozinien: Prälat Werner Redies, der seit 2010 in Ellwangen lebt, feiert im Rahmen eines Festgottesdienstes in der
Basilika St. Vitus seinen 90. Geburtstag - und blickt in der Begegnung mit Gemeindemitgliedern, Freunden und Weggefährten beim anschließenden Stehempfang und kleinem Mittagessen im Kreuzgang und Kreuzganggarten auf ein erfülltes Leben im Dienst der Kirche, der Menschen und des Glaubens zurück.

Werner Redies stammt aus Stuttgart, wo er am 10. August 1935 in einer konfessionsverbindenden Familie geboren wurde: Seine Mutter, die er als Elfjähriger verlor, war katholisch, der Vater evangelisch. Nach dem Abitur in Ravensburg studierte er von 1957 bis 1963 in Tübingen Theologie, trat ins Priesterseminar Rottenburg ein und empfing 1964 in Stuttgart-Bad Cannstatt die Priesterweihe. Die Vikarszeit absolvierte er in Warthausen und Geislingen/Steige.

1967 wurde Redies zum Rektor des Studienheims Regina Pacis in Leutkirch berufen, wo er auch eine Ausbildung als Heim- und Jugenderzieher absolvierte. Von 1975 an wirkte er als Konviktsdirektor am Bischöflichen Gymnasialkonvikt Borromäum in Ellwangen, 1982 wurde er zum Direktor am Bischöflichen Gymnasialkonvikt und am Studienheim St. Josef in Ehingen (Donau) und zum Leiter der dortigen Außenstelle der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ bestellt. 1983 kam die Leitung des theologischen Vorseminars Ambrosianum in Ehingen dazu. Als ihn Bischof Dr. Georg Moser 1985 ins Domkapitel berief, übernahm Redies die Zuständigkeit für die Konvikte und Studienheime sowie die kirchliche Jugendarbeit (und außerdem die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit).

Im September 1993 ernannte ihn Bischof Dr. Walter Kasper zum Generalvikar, ein Amt, in dem ihn Bischof Dr. Gebhard Fürst im Jahr 2000 bestätigte und das Prälat Redies bis Ende 2004 bekleidete. Von 2005 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2010 übernahm Redies den Aufbau des Fundraising und des Stiftungswesens der Diözese als Sonderauftrag und wirkte als Pfarrvikar in einer Geislinger Kirchengemeinde. Papst Johannes Paul II. verlieh Redies 1986 den Ehrentitel „Monsignore“ und 1993 „Prälat“.

„Kraft schöpfe ich aus der Freude am Herrn“, sagt Werner Redies. Das freudige Element im Glauben, der in einer tief empfundenen Geborgenheit in Christus ruht „als Grund unserer Hoffnung“, wie es auch in Redies‘ Primizspruch anklingt, sei im Laufe seines Lebens stärker geworden, so sagte der Jubilar anlässlich seines diamantenen Priesterjubiläums vor einem Jahr. Als musikalischer Höhepunkt zu seinem 90. Geburtstag heute findet um 14 Uhr ein Orgelkonzert mit Armin Jäck an der Orgel der Basilika statt.

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