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Reich an Erfahrung und fest im Glauben

Bischof Gebhard Fürst gratuliert seinem Doktorvater, dem emeritierten Tübinger Fundamentaltheologen Max Seckler, zu gleich zwei freudigen Ereignissen.

Tübingen

Max Seckler feiert am Freitag seinen 95. Geburtstag. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Manuela Pfann

Am morgigen Freitag, 23. September, feiert Seckler seinen 95. Geburtstag und vor wenigen Wochen konnte er den 70. Jahrestag seiner Priesterweihe feiern.

„Zu beiden Anlässen beglückwünsche ich Dich herzlich“, schreibt der Bischof in einem Brief an den Jubilar. „Dein Bestreben, Deine umfassenden theologischen Kenntnisse, Deine reiche Erfahrung, Deinen festen Glauben an die Botschaft Jesu und Deine intellektuelle Aufrichtigkeit dem Wohle unserer Kirche und dem Heil der Menschen zu widmen, zeichnet Dein gesamtes Wirken aus“, heißt es in dem Schreiben.

Seckler wurde am 23. September 1927 in Westerhofen bei Aalen geboren. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft von 1943 bis 1945 studierte er Theologie und Philosophie in Tübingen. 1952 wurde er in Ellwangen zum Priester geweiht. Nach einem Studium der Romanistik und Altphilologie sowie wissenschaftlicher Arbeit in München und Passau habilitierte sich Seckler 1964 in München für Fundamentaltheologie. Im selben Jahr nahm er einen Ruf der Universität Tübingen an und war dort bis zur Emeritierung 1993 Ordinarius für Fundamentaltheologie.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Handbuch der Fundamentaltheologie. Der Wissenschaftler befasste sich außer mit klassischen fundamentaltheologischen Feldern wie Offenbarung, Reich Gottes oder dem Verhältnis von Glaube und Glaubenswissenschaft mit der Tradition der Tübinger Schule, insbesondere mit deren Gründerperson Johann Sebastian von Drey. Dessen Werke machte Seckler in einer mehrbändigen Edition neu zugänglich.

In seinem Glückwunschschreiben an Seckler schreibt Bischof Fürst weiter, dass es dem Jubilar immer wichtig gewesen sei, dass das christliche Heilsangebot die Menschen zu überzeugen versteht. Dieser Ansatz stehe ganz in der großen Tradition der Tübinger Schule, insbesondere Johann Sebastian Dreys. „Hier fügt sich das Schaffen zweier großer Fundamentaltheologen ineinander“, heißt es in dem Brief.

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