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Rot an der Rot feiert 900 Jahre Klostergründung

1126 schickte der heilige Norbert Prämonstratenser-Chorherren nach Oberschwaben - Jubiläumsjahr beginnt mit dem Fest der heiligen Verena.

Rot an der Rot
Hinter der barocken Klosteranlage mit Seitentürmchen ragen die beiden Kirchtürme von St. Verena auf.

Die ehemalige Reichsabtei in Rot an der Rot mit der Kirche St. Verena im Hintergrund - Foto: DRS/Waggershauser

Zwischen der Gründung der Propstei Mönchsroth, in die der heilige Norbert im Jahr 1126 von Prémontré aus die ersten Prämonstratenser-Chorherren schickte, und der heutigen Nutzung von St. Verena in Rot an der Rot als Pfarrkirche und der anderen Konventsgebäude als Jugendhaus der Diözese liegen 900 Jahre. Das feiert die Kirchengemeinde mit einem umfangreichen Festprogramm. Start ist bereits in diesem Jahr mit dem Patrozinium am 7. September. Abt Leopold Baumberger vom Stift Wilten bei Innsbruck, dem einzigen noch bestehenden Roter Tochterkloster, zelebriert um 10.15 Uhr das Pontifikalamt in St. Verena. Beim anschließenden Mittagessen auf dem Platz vor dem Kloster oder bei schlechtem Wetter in der Robert-Balle-Festhalle präsentiert die Kirchengemeinde den Jubiläumswein und das Jubiläumsbier.

Bereits im Jahr 1140 wurde Mönchsroth Abtei. Von hier aus besiedelten die Prämonstratenser 1145 Weißenau bei Ravensburg, das Mutterkloster von Bad Schussenried, und 1171 Obermarchtal. Im 14. Jahrhundert verarmte das Roter Kloster, gelangte aber in den folgenden Jahrhunderten zu neuer Blüte. Die Zerstörung im 30-jährigen Krieg traf das Kloster hart. Die heutige barocke Klosteranlage wurde von 1681 bis 1702 errichtet. Der Neubau der Kirche folgte in den Jahren 1777 bis 1786 im frühklassizistischen Stil. Große Bedeutung erlangte Rot musikalisch mit den beiden Orgeln von Johann Nepomuk Holzhey Ende des 18. Jahrhunderts unter Abt Nikolaus Betscher, der das Kloster bis zur Auflösung durch die Säkularisation 1803 leitete.

Vielseitige Gottesdienste und Veranstaltungen

Dass heute mit Pater Johannes-Baptist Schmid vom Kloster Roggenburg ein Prämonstratenser die Seelsorgeeinheit Rot-Iller leitet, ist auch fürs Festprogramm ein Glücksfall. Über ihn kamen sicher die Kontakte zu unterschiedlichen Zelebranten der Ordensgemeinschaft und darüber hinaus zustande. Bischof Dr. Klaus Krämer feiert am 18. Oktober nächsten Jahres den Kirchweihgottesdienst in Rot an der Rot. Neben Gottesdiensten begleiten auch Wallfahrten, Vorträge und Einkehrtage sowie Aufführungen und Ausstellungen das Jubiläumsjahr. Nicht zu vergessen die Konzerte, die die 72-seitige Festschrift unter “Klang-WELTEN“ zusammenfasst. “Möge das Jubiläum uns alle untereinander noch mehr verbinden“, wünscht sich Pater Johannes-Baptist.

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