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Rot feiert 75 Jahre Blutreitergruppe

Beim Jubiläumsritt führte die Prozession die Männer und Frauen hoch zu Ross in einem großen Bogen um den ehemaligen Klosterort.

Rot an der Rot
Auf Ackergäulen reiten die Frauen und Männer mit ihren Standarten und der rot-weißen Schärpe über die Brust auf einem geteerten Weg.

Die Blutreitergruppe Rot an der Rot beim Jubiläumsritt - Foto: Hildegard Weiss

Nebelschwaden hingen am Sonntagmorgen über Rot an der Rot im östlichen Teil des Dekanats Biberach und tauchten die Landschaft in eine mystische Atmosphäre. Unter dem Glockengeläut von St. Verena zogen die Blutreitergruppen vom Ort und der näheren und weiteren Umgebung hoch zu Ross - begleitet vom Musikverein und zahlreichen Ministrantinnen und Ministranten - durch das obere Tor über den Klosterhof hinaus zur Bruderschaftskirche St. Johann. Der Jubiläumsritt erinnerte daran, dass sich vor 75 Jahren erstmals Reiter aus Rot beim Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach beteiligten. In den Folgejahren nahmen sie regelmäßig auch amBlutritt in Weingarten und an Flurritten in Ochsenhausen und Gutenzell teil.

Mit einem Reliquienkreuz aus der Klosterkirche segnete Ekkehard Schmid, ehemaliger Pfarrer in Rot, heute Dekan des Dekanats Allgäu-Oberschwaben und Pfarrer in Weingarten, vor St. Johann die vorbeiziehenden Reiterinnen und Reiter. Diese setzten die Prozession in einem Bogen über Murrwangen und den Fuchsweiher fort, während die Fußpilger zurück über den Ort zur Reithalle gelangten. Beim Gottesdienst, den der Dekan mit Ortspfarrer Pater Johannes-Baptist Schmid und Pfarrvikar Gordon Asare, dem Chor "Grenzenlos" und den Gläubigen in der Halle feierte, griff der Festprediger den Bogen auf. Ein Gebiet zu umreiten und damit zu begrenzen mahne einerseits zum Maßhalten, öffne aber auch den Blick auf andere, auf ihre Not und auf die ganze Schöpfung, erklärte Schmid.

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