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Rottenburg-Stuttgart und Tellicherry verlängern Kooperation

Zusammenarbeit in Priesterausbildung fördert weltkirchlichen Austausch und bereitet indische Seminaristen auf pastoralen Dienst in Württemberg vor.

Tübingen
Im Vordergrund stehen ein dunkel- und ein hellhäutiger Bischof, die sich die Hände schütteln und Dokumentenmappen in ihren Händen halten. Im Hintergrund stehen mehrere Männer und applaudieren.

Bischof Dr. Klaus Krämer (rechts) und Erzbischof Dr. Joseph Pamplany freuen sich, dass die Zusammenarbeit in der Priesterausbildung fortgeführt wird. Mit dabei sind (von links) Dominic Benny, Albert Benny und Sobin Mathew, die drei derzeitigen indischen Seminaristen im Wilhelmsstift, Pfarrer Philip Kaviyil und Msgr. Martin Fahrner, Direktor des Wilhelmsstifts. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Zwei Bischöfe sitzen an einem Tisch und unterzeichnen beide vor ihnen liegende Schriftstücke.

Erzbischof Dr. Joseph Pamplany (links) und Bischof Dr. Klaus Krämer unterzeichnen die Vereinbarung. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Auf dem Gruppenbild sind mehrere Männer zu sehen. Vorne am Tisch sitzen zwei Bischöfe, die schriftliche Vereinbarungen unterzeichnen.

Gruppenbild im Anschluss an die Unterzeichnung der Vereinbarung. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die indische Erzdiözese Tellicherry setzen ihre weltkirchliche Kooperation in der Priesterausbildung für sieben Jahre fort. Bischof Dr. Klaus Krämer und Erzbischof Dr. Joseph Pamplany unterzeichneten die entsprechende Vereinbarung am Mittwoch, 3. Juni 2026, anlässlich einer Feierstunde im Wilhelmsstift in Tübingen. 

Zusammenwachsen in der Weltkirche

Mit der Vereinbarung werde die langjährige Beziehung der beiden Diözesen auf ein neues Niveau gehoben, und das freue ihn sehr, sagte Bischof Dr. Krämer anlässlich der Unterzeichnung. Bereits in den vergangenen Jahren sei durch die Kooperation ein Netzwerk entstanden, das Maßstäbe setzt. Der direkte Kontakt und der Austausch mit der indischen Erzdiözese sei eine Bereicherung und ein Zeichen des weltkirchlichen Zusammenwachsens. „Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Dr. Krämer und erinnerte daran, dass indische Priester seit vielen Jahren im pastoralen Dienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig sind. Die aufgrund der dabei gesammelten Erfahrungen entstandene Idee, bereits in der Priesterausbildung zu kooperieren, sei auch mit Blick auf die Qualität der Zusammenarbeit ein bedeutender Schritt gewesen.  

Herausragende Ausbildung, geistliche Heimat

Erzbischof Dr. Pamplany hielt fest, dass die jungen Männer, welche bisher im Rahmen der Kooperation in die württembergische Diözese kamen, diese als einen Ort der Gastfreundschaft, der Menschlichkeit und des gelebten Glaubens kennengelernt hätten. „Sie haben hier nicht nur eine herausragende Ausbildung genossen, sondern auch eine geistliche Heimat gefunden.“ Mit der Kooperation, die nun fortgeführt wird, öffne sich den jungen Menschen ein geistlicher Weg, auf dem sie im Glauben wachsen und Kirche als eine weltumfassende Gemeinschaft erfahren können, sagte der Erzbischof. 

Verständnis zwischen Kulturen fördern

Domkapitular Msgr. Martin Fahrner, Direktor des Wilhelmsstifts, erinnerte anlässlich der Feierstunde an die Bedeutung dessen, das Verständnis zwischen unterschiedlichen Kulturen zu fördern sowie an den Fleiß und die Disziplin, welche die indischen Seminaristen aufbringen müssten, um den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden.

Zum Hintergrund:

Die weltkirchliche Kooperation in der Priesterausbildung mit der Erzdiözese im südindischen Bundesstaat Kerala begann im Dezember 2017 mit dem Einzug zweier indischer Seminaristen ins Tübinger Wilhelmsstift und war zunächst auf sieben Jahre befristet. Ein wichtiger Meilenstein der Kooperation wurde Ende Mai 2026 erreicht: Mit Sebin Joseph Mattappallil wurde im indischen Bundesstaat Kerala erstmals ein im Rahmen der Kooperation ausgebildeter Seminarist zum Priester geweiht. Als in der Erzdiözese Tellicherry inkardinierter Priester wird Sebin Joseph Mattappallil in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für fünf bis zehn Jahre pastorale Dienste übernehmen. 

Priesterweihe im Video

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