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Schwester M. Dorothea Thomalla neue Generaloberin

Das Generalkapitel der Franziskanerinnen von Heiligenbronn wählt außerdem eine Generalvikarin sowie zwei neue Generalrätinnen.

Heiligenbronn
Die Stiftungsleitung mit den neu gewählten Franziskanerinnen in Heilingebronn. Bild: Kloster Heiligenbronn

Die Stiftungsleitung Stefan Guhl und Andrea Weidemann gemeinsam mit den neu gewählten Franziskanerinnen (von links): Sr. M. Magdalena, Sr. Anna-Franziska, Sr. M. Johanna und Sr. M. Dorothea. Bild: Kloster Heiligenbronn

Die Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von Heiligenbronnhat eine neue Generaloberin. Die Wahl fiel auf Schwester M. Dorothea Thomalla. Die 59-jährige hat die Leitung des Klosters ab sofort für fünf Jahre inne. Weihbischof Thomas Maria Renz vom Bistum Rottenburg-Stuttgart gab das Ergebnis bekannt. Außerdem wurden eine neue Generalvikarin sowie zwei Generalrätinnen gewählt. Dem Prozedere ging das mehrtägige Generalkapitel voraus, in dem Zukunftsfragen des Klosters erörtert werden.

Schwester M. Dorothea Thomalla wurde vom Generalkapitel der Franziskanerinnen von Heiligenbronn zur neuen Generaloberin gewählt. Sie wird dem Kloster Heiligenbronn nun für fünf Jahre vorstehen. Die 59-jährige Ordensschwester folgt auf Schwester M. Agnes Löber, die die Ordensgemeinschaft zehn Jahre lang leitete. Gemäß der Lebensordnung des Klosters kann eine Generaloberin höchstens zwei Amtsperioden hintereinander gewählt werden.

Schwester M. Dorothea Thomalla legte ihre Profess, also ihr Ordensgelübde, im Jahre 1986 ab. Vor ihrer Wahl zur Generaloberin war sie Generalvikarin des Klosters. Sie ist gelernte Krankenschwester und hat eine Ausbildung in „Rhythmus-Atem-Bewegung“ nach Scharing, heißt es in einer Mitteilung des Klosters. Außerdem ist sie Exerzitienbegleiterin und geistliche Begleiterin. Sie habe einmal gesagt: „Für meinen eigenen geistlichen Weg waren 13 Jahre in der Kranken- und Altenpflege, der tägliche Umgang mit Menschen mit Behinderung, sowie fünf Jahre in der Dekanatsjugendseelsorge wertvoll.“ Schwester M. Dorothea Thomalla stammt ursprünglich aus Grünmettstetten, einem Ortsteil von Horb am Neckar.

Künftige Generalvikarin ist Schwester M. Anna-Franziska Fehrenbacher.  Als neue Generalrätinnen des Klosters wurden Schwester M. Magdalena Dilger und Schwester M. Johanna Konrad gewählt. Die Generalvikarin und die Generalrätinnen arbeiten eng mit der Generaloberin zusammen und unterstützen sie in ihren Verwaltungs- und Leitungsaufgaben, teilt das Kloster weiter mit.

Dem Wahlprozedere vorausgegangen war ein viertägiges sogenanntes Generalkapitel. Diese turnusgemäße Einberufung von Vertreterinnen des Ordens dient der Erörterung von Sachgeschäften und Zukunftsfragen sowie den nun erfolgten Wahlen. Das Generalkapitel ist die oberste Instanz der Ordensgemeinschaft und wird von einem Gremium von Ordensschwestern abgehalten. Es tritt alle fünf Jahre zusammen. Das Gremium setzt sich aus Schwestern zusammen, die in der Gemeinschaft der Franziskanerinnen leitende Ämter innehaben sowie aus Schwestern, die als Delegierte von den Mitgliedern der Ordensgemeinschaft per Wahlentscheid ins Kapitel entsendet werden.

Die Verkündung der Wahl erfolgte in der Hauskapelle des Klosters durch Weihbischof Thomas Maria Renz, der auch den Vorsitz während der Wahl innehatte. Neben den Schwestern des Klosters waren auch zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter der Stiftung St. Franziskus zugegen. Im Anschluss nahm die neue Generaloberin Schwester M. Dorothea Thomalla und die gewählte Generalleitung bei einem Umtrunk im Refektorium des Klosters die zahlreichen Glückwünsche entgegen. Das Refektorium ist ursprünglich der Speisesaal eines Klosters. In Heiligenbronn wird es heute gemeinsam von Kloster und Stiftung hauptsächlich für Veranstaltungen wie Vorträge oder Seminare genutzt.

Zum Hintergrund

Das Kloster Heiligenbronn wurde 1857 gegründet. 1860 nahm es erste gehörlose Mädchen auf, 1868 eröffnete es ein Blindenheim. Den Höchststand mit über dreihundert Professschwestern erreichte das Kloster im Jahre 1935. Die Wallfahrtskirche St. Gallus sowie die Gnadenkapelle, wo sich auch das Gnadenbild und die Gnadenquelle befindet, ziehen regelmäßig Besucher und Wallfahrer an.

1991 wurden Vermögen und Liegenschaften des Klosters Heiligenbronn an die Stiftung St. Franziskusübertragen. Diese führt seitdem als freier Träger die Aufgaben des Klosters fort. Sie bietet vielfältige Angebote und Leistungen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe sowie in der Altenhilfe in verschiedenen Einrichtungen an über 30 Standorten im Südwesten an.

Die Stiftung arbeitet bis heute eng und vertrauensvoll mit dem Kloster Heiligenbronn zusammen. Etwa bei gemeinsamen geistlichen Angeboten im Haus Lebensquell, das übrigens von der neuen Generaloberin Schwester M. Dorothea Thomalla seit über 20 Jahren geleitet wird.

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