Tag 1 nach der Seligsprechung von Philipp Jeningen war besonders den Familien gewidmet: Mit Klappstühlen und Picknickdecken ausgerüstet, haben zahlreiche Gläubige am Bergaltar auf dem Schönenberg einen Festgottesdienst gefeiert; für die jüngsten Teilnehmer gab es im Schatten der Wallfahrtskirche einen Kindergottesdienst. Auf kreative Weise beschäftigten sich etwa 60 Jungen und Mädchen mit dem Leben des Volksmissionars, dem ein besonders guter Draht zu Kindern und Jugendlichen nachgesagt wird. Bischof Dr. Gebhard Fürst unterzog derweil in seiner Predigt den neuen Seligen einer genaueren Betrachtung verschiedener Facetten seines Lebens. In Anlehnung an das Evangelium von Marta und Maria von Bethanien, die in der Auslegung vielfach für zwei scheinbar gegensätzliche Lebensformen stehen, dem tätigen Leben (vita activa) und dem beschaulichen Leben (vita contemplativa), unterstrich der Bischof, dass Philipp Jeningen beide Seiten verkörpere.