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Sicher unterwegs mit Gottes Segen

Über den Reisesegen auf dem Baumarkt-Parkplatz in Ditzingen im Dekanat Ludwigsburg freuten sich viele Reisende.

Ditzingen

Ein Reisesegen passt immer ins Gepäck. Im Dekanat Ludwigsburg holen ihn sich Reisende auf dem Baumarkt-Partplatz in Ditzingen. Foto: DRS/ Verena Jilg

Wenn die Sommermonate beginnen, steigen nicht nur die Temperaturen – auch die Sehnsucht nach Erholung, Ferne und neuen Eindrücken wächst. Für viele Menschen beginnt nun die Reisezeit – ob mit dem Auto, Fahrrad, Zug oder Flugzeug. Und mit ihr ein besonderer Moment der spirituellen Begleitung: der Reisesegen.

Tradition neu gedacht

Der Reisesegen hat eine lange Geschichte: Schon im Mittelalter wurden Reisende mit Gebet und Handauflegung verabschiedet. Heute lebt dieser Brauch in zeitgemäßer Form weiter – etwa mit einem einfachen Wunsch wie „Komm gut an“. Denn ein Reisesegen schenkt mehr als Worte: Ruhe im Aufbruch, Geborgenheit unterwegs und Zuversicht am Ziel – ganz im Sinne des bekannten irischen Segens „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein …“.


Viele der Segensaktionen finden bewusst nahe am 24. Juli statt – dem Gedenktag des Heiligen Christophorus, Schutzpatron aller Reisenden. Sein Bild tragen auch heute noch viele bei sich – als Anhänger, Aufkleber oder kleine Figur am Lenkrad oder Koffer.

Segensmomente am Baumarkt-Parkplatz

Am Samstagmorgen wurde der Parkplatz des Hagebaumarkts in Ditzingen zum besonderen Ort der Begegnung. Unter dem Motto „Sommer Sonne Segen“ entstand ein symbolisches Segenstor, durch das über 30 Fahrzeuge mit ihren Reisenden fuhren. Das niederschwellige Angebot richtete sich an alle – unabhängig von Konfession, Alter oder Reiseziel.


Mit einem kurzen Gebet oder einem liebevollen Wunsch wurden die Gäste gesegnet und gestärkt auf ihren Weg geschickt. Das Team überreichte Segenspakete mit kleinen Impulsen – als Zeichen der Verbundenheit und der Hoffnung auf eine behütete Reise.

Stimmen vom Parkplatz

Besonders bewegend war die Teilnahme einer jungen Frau, die nacheinander alle drei Fahrzeuge ihrer Familie durch das Segenstor lenkte – ein stilles Zeichen dafür, wie wichtig dieser Moment vielen ist.


Auch spontane Gespräche machten die Aktion lebendig: „In den Urlaub geht es mit unseren zwei Kindern nach Kroatien. Meine Frau hat über die Kirchengemeinde davon erfahren. Den Segen nehmen wir gerne mit“, erzählte ein Familienvater am Steuer seines Kombis. Ein anderer Besucher meinte mit einem Lächeln: „Die Adria wartet – und ein Reisesegen kann nie schaden.“

Gemeinschaft in Bewegung

Die Aktion wurde mit viel Herzblut von den katholischen Seelsorgeeinheiten Strohgäu (Korntal, Münchingen mit Hemmingen, Schwieberdingen, Möglingen) und Südliches Strohgäu (Ditzingen, Gerlingen, Hirschlanden mit Heimerdingen) organisiert.

In Steinheim an der Murr wurde der Reisesegen nach der Eucharistiefeier in der Heilig Geist Kirche gespendet.
Einen Picknick-Gottesdienst mit Reisesegen hat am Sonntag auch vor der Kirche in Remseck-Poppenweiler stattgefunden. Ebenfalls am Sonntag, 27. Juli, gab es einen Gottesdienst in St. Maria in Freiberg - im Anschluss wurde auch hier ein Segen für Reisende und ihre Fahrzeuge ausgesprochen.

Kirche mitten im Leben

Die Reisesegen-Aktion zeigt eindrucksvoll, wie Kirche im öffentlichen Raum wirken kann: lebensnah, offen und berührend. Ziel war nicht das Werben neuer Mitglieder, sondern das Eintauchen in aktuelle Lebenswelten. Das spontane Miteinander, das Teilen von Sehnsucht und der Wunsch nach Schutz zeigen: Durch kleine Gesten entsteht große Verbundenheit.


Wir danken allen Beteiligten und Besucher:innen – für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und den Mut, den ersten Schritt mit einem Segen zu machen.

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