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Sicher von A nach B

In Kürze beginnen die Weihnachtsferien. Bei den Begleitdiensten der Bahnhofsmission kündigt sich damit eine der heißen Phasen des Jahres an.

Stuttgart

Sie stehen in der Bahnhofsmission Stuttgart für die Sorgen und Anliegen der Reisenden bereit (von links): Schwester Birgit, Annette Ungureanu, Sabine Schmedes und Konrad Müller. Foto: Gregor Moser

Zu Beginn und Ende der Ferien steigt die Nachfrage nach „Kids on Tour“ und nach „Bahnhofsmission mobil“. Kinder und Jugendliche, deren Eltern getrennt leben, nehmen das Angebot in großer Zahl genauso gerne in Anspruch wie alleinstehende Senioren, die für die Weihnachtsfeiertage zu ihren oft weit entfernt lebenden Kindern und Enkeln verreisen.

Nachfrage steigt

„Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren ständig gestiegen“, berichtet Annette Ungureanu von der Stuttgarter Bahnhofsmission, die in diesen Tagen ihre neuen Container hinter Gleis 16 am Schlossgartensteg des Hauptbahnhofs bezogen hat. Dort ist die Mission bis zum Ende der Arbeiten für Stuttgart 21 untergebracht. Neun Haupt- und rund 70 Ehrenamtliche bieten Reisenden von dort aus an sieben Tagen die Woche ihre Hilfen an.

Bahnhofsmissionen sind ökumenische Einrichtungen der evangelischen und der katholischen Kirche und werden von der Deutschen Bahn unterstützt. Neben der Begleitung von Reisenden helfen die Frauen und Männer mit den blauen Westen, auf deren Rückseite das Kreuz der Bahnhofsmission aufgedruckt ist, beim Umsteigen, bei Krisen oder auch einfach einmal auch nur, indem sie Menschen zuhören und den Weg weisen.    

Begleitung für alleinreisende Kinder
 
Der Begleitdienst „Kids on Tour“ kann für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren gebucht werden. „Dieses Angebot gibt es freitags und sonntags in festgelegten Zügen zwischen bestimmten Bahnhöfen“, erläutert Begleiterin Sabine Schmedes. „Das ist wie ein Linienverkehr zwischen großen Städten.“ Pro Kind koste die Begleitung 35 Euro, bei Geschwisterkindern gebe es eine Ermäßigung und in Einzelfällen sei auch die Übernahme der Kosten möglich.

Unabhängig davon bieten die Bahnhofsmissionen in Württemberg von Stuttgart aus noch den Begleitdienst „Bahnhofsmission mobil“ an. Dieser richtet sich an Alleinreisende ab sechs Jahren, eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht. Auch hier werden die Reisenden durch ausgebildete Begleiter sicher von A nach B gebracht.

Die Bahnhofsmission Karlsruhe beteiligt sich als Einzige im badischen Landesteil an dem Angebot, das kostenfrei ist und an allen Wochentagen in Anspruch genommen werden kann.

Omas und Opas auf dem Weg zu den Enkeln

Konrad Müller, der sich mit seinem Renteneintritt nach einer neuen Aufgabe umsah und so als Ehrenamtlicher zur Bahnhofsmission kam, sagt: „In Ferienzeiten, so wie jetzt zu Weihnachten, begleite ich auch öfters Omas und Opas auf ihrer Reise zu den Enkeln.“ Im Unterschied zu „Kids on Tour“ sei die „Bahnhofsmission mobil“ dabei im Regionalverkehr unterwegs.

Wer Begleiter werden möchte, müsse sich zuerst schulen lassen, betont derweil Sabine Schmedes. Mehrfaches Hospitieren, ein Einführungs- und ein Erste-Hilfe-Kurs stünden genauso auf dem Stundenplan wie begleitende Gespräche oder eine Schulung, die helfen soll, Fälle von Kindeswohlgefährdung zu erkennen. Zudem müssten alle angehenden Begleiter ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.     

Ehrenamtliche Begleiter gesucht:

Wer es sich vorstellen kann, bei der Bahnhofsmission als Begleiter ehrenamtlich tätig zu werden, kann sich beim Koordinationsbüro der „Bahnhofsmission mobil“, Telefon 07 11 / 2 39 41 36 (montags und mittwochs 9 bis 13 Uhr), oder für „Kids on Tour“ unter Telefon 07 11 / 29 29 95 melden.

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