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Spatenstich fürs Pflegeheim Carolinum

Nach der Eröffnung des neuen Stadtklosters und dem Fortschreiten der Kindergarten-Baustelle beginnt der nächste Abschnitt im „Quartier Maria Hilf“.

Bad Mergentheim
Spatenstich Carolinum

Mit Abstand in der Baugrube: Nach den ersten Vorarbeiten auf dem Gelände markiert der symbolische Spatenstich den offiziellen Start für den Neubau des Carolinums. Foto: drs/Guzy

Die Baugrube ist ausgehoben, ein Teil der Bohrpfähle für die Gründung ist bereits in die Erde gerammt. Nun folgte mit einem Spatenstich auch der offizielle Startschuss für den Neubau des Carolinums. Die Pflegeeinrichtung gehört zur Stiftung St. Johannes, die der katholischen Kirchengemeinde Bad Mergentheim angegliedert ist.

„Das Quartier Maria Hilf bekommt immer mehr Konturen“, sagte Pfarrer Ulrich Skobowsky. Als wichtigstes Bauprojekt der vergangenen 30 bis 40 Jahre für die katholische Kirchengemeinde Bad Mergentheim und die angegliederte Stiftung bezeichnete Peter Striffler das Vorhaben. Der Leiter des katholischen Verwaltungszentrums Bad Mergentheim zeichnete die Entstehungsgeschichte des Projekts nach.

So haben die ersten Planungen bereits im Jahr 2016 begonnen. Ursprünglich war ein Anbau an das Carolinum und die Sanierung des bestehenden Gebäudes geplant. Zugleich hatte aber auch der Kindergarten Maria Hilf großen Sanierungsbedarf offenbart.   

„Um eine vernünftige, zukunftsorientierte und tragfähige Standortkonzeption für alle Einrichtungen der katholischen Kirchengemeinde Bad Mergentheim, inklusive ihrer Stiftung, voranzubringen, wurde die Idee geboren am heutigen Standort das Quartier Maria Hilf ins Leben zu rufen“, erklärte Striffler.

Verbindung zwischen den Generationen

Der Neubau für das Pflegeheim Carolinum stellt ein wichtiges Element in der Entwicklung des Quartiers dar. Im ersten Bauabschnitt entsteht in den kommenden etwa zweieinhalb Jahren ein Haus mit 90 Pflegeplätzen. Das Gebäude wird in Massivbauweise errichtet. Es wird vier Ebenen haben: Untergeschoss mit Tiefgarage, Erdgeschoss und zwei Obergeschosse. Auf dem Dach soll eine Fotovoltaikanlage Strom für den Eigenverbrauch produzieren.

Striffler sagte: „Die Idee, hier an diesem Quartier Maria Hilf alle Menschen aller Altersgruppen, Konfessionen und Bedürfnisse zusammenzubringen, gibt es so in kaum einer anderen Einrichtung. Durch dieses Quartier eröffnen sich bislang ungeahnte Möglichkeiten in Kooperationen, Begegnungen und auch Vorteile für alle Menschen, die hier leben.“ Er dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den verschiedenen Behörden, wobei er das bischöfliche Bauamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart insbesondere erwähnte.

„Das Stadtquartier setzt Maßstäbe“, meinte auch Oberbürgermeister Udo Glatthaar (CDU). Er sprach der katholischen Kirche Anerkennung für das Vorhaben aus, das vom christlichen Glauben geprägt sei.

Architekt Gerhard Pfundt vom Büro Bauwerk4 gab einige technische Details zum Pflegeheim-Neubau. So mussten zunächst 7500 Kubikmeter Erde bewegt werden. Der umbaute Raum wird mehr als 25.000 Kubikmeter umfassen. Die Wohn- und Nutzflächen des Pflegeheims betragen rund 6300 Quadratmeter. Die Kosten – inklusive Planung und Ausstattung – gab er mit 17,7 Millionen Euro an.

Kindergarten bekommt Farbe

Die Bewohner des jetzigen Pflegeheims verfolgen alle Arbeiten, die quasi vor der Haustüre passieren, mit großem Interesse, berichtete Heimleiterin Regina Scherer. Sie dankte dem Ehrenamtskreis und dem Heimbeirat. „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird der Neubau hoffentlich vieles auch erleichtern, und wir können ihnen damit etwas zurückgeben für das, was sie täglich leisten“, sagte sie. Rudolf Kromer, gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderats, wiederum dankte den Mitgliedern des Bauausschusses.

Nach der Fertigstellung des Neubaus und dem Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner wird das bisherige Pflegeheim abgerissen. Es soll Platz machen für einen eingeschossigen Trakt mit Küche und Tagespflege. Dieser wird das neue Carolinum mit dem benachbarten Neubau des Kindergartens Maria Hilf verbinden.

Die Fassade des Kindergarten-Gebäudes bekommt gerade ihre markante Farbgestaltung. Nach den Herbstferien soll der Kindergarten laut Striffler in Betrieb gehen. Dann ist ein weiteres, wichtiges Etappenziel in der Entwicklung des „Quartiers Maria Hilf“ erreicht.

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