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Spielangebot und Starthilfe nach der Flucht

Das Begegnungscafé der Kirchengemeinde Pfedelbach bringt ukrainische Geflüchtete nicht nur untereinander in Kontakt.

Pfedelbach
Begegnungscafé der Kirchengemeinde Pfedelbach

Die Wiese hinter dem katholischen Gemeindehaus in Pfedelbach bietet viel Platz zum Toben. Foto: DRS/Guzy

Diakon Roland Walter greift spontan zur Gitarre, um die ukrainischen Gäste mit einem Lied zu begrüßen. Im Schatten der Birke auf der Wiese hinter dem katholischen Gemeindehaus können sie dann bei Kaffee und Kuchen gemeinsam Zeit am Nachmittag verbringen. Das Begegnungscafé der Kirchengemeinde will so den aus der Ukraine Geflüchteten Kontakte vermitteln.

„Ich hatte den Eindruck, dass sie froh sind, mit ihren Landsleuten ins Gespräch kommen zu können. Es wurden viele Telefonnummern ausgetauscht“, berichtet Margit Günther. Die Kirchengemeinderätin organisiert diese Begegnungsmöglichkeit bereits zum zweiten Mal mit einem kleinen Team. Die fünf Frauen, zu denen diesmal auch eine weitere Person von evangelischer Seite dazugestoßen ist, haben Kuchen mitgebracht und alles vorbereitet. Zusätzlich hat eine junge Frau, die als Kind aus der Ukraine nach Deutschland gekommen ist, ihre Hilfe als Übersetzerin angeboten.

Wegweiser durch die Behörden

„Ich finde es toll, dass die Kirchengemeinde mit dem Begegnungscafé einen Impuls gesetzt hat“, sagt Christine Obermüller von der AWO. Im Hohenlohekreis ist der Wohlfahrtsverband für das Integrationsmanagement in Pfedelbach und Zweiflingen zuständig. Um Obermüllers Kollegin, die über Russischkenntnisse verfügt, bildet sich schnell eine kleine Menschentraube. In den Gesprächen geht es vor allem um die notwendigen Behördengänge und Anträge. Während die ukrainischen Erwachsenen so Tipps für die deutsche Bürokratie bekommen, toben ihre Kinder auf der Wiese. Die ausgelegten Spielsachen haben gleich ihre Aufmerksamkeit gefesselt.

Michael Schenk, Vertreter des Gemeinderats, verteilt Informationen darüber, unter welchen Links die Geflüchteten im Internet spezielle Lernmaterialien für die deutsche Sprache finden können. Denn das Begegnungscafé will auch Hilfe beim Spracherwerb vermitteln. Dafür und für die Organisation der Nachmittagstreffen sucht das Team weitere Helferinnen und Helfer. Das nächste Begegnungscafé ist für den 2. Juni geplant. Wer das Team unterstützen möchte oder einfach an der deutsch-ukrainischen Begegnung Interesse hat, kann vorbeikommen. Wer sich engagieren oder Übersetzungshilfe anbieten möchte, kann sich auch an Nicole Schüßler unter Tel.: 0170 6030705 wenden.

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