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Steg wird „Brücke der Vielfalt“

Bis Freitag sind Beiträge im Rahmen der Interkulturellen Woche hinter dem Kino zu sehen.

Biberach

Bild: Marion Martin (vorne) und Andreas Gratz von der Ökumenischen Flüchtlingsarbeit freuen sich über die kreativen Beiträge zur „Brücke der Vielfalt“ in Biberach - Foto: Christine Gratz, Caritas Biberach

Gewöhnlich zeigt ein Interkultureller Markt Ende September die Vielfalt in Biberach. Dies ist in Corona-Zeiten nicht möglich. Die Ökumenische Flüchtlingsarbeit von Caritas und Diakonie startete daher in diesem Jahr ein „Pop-up Projekt“ im Rahmen der Interkulturellen Wochen und lädt ein zum Besuch der „Brücke der Vielfalt“.

In der Zeit von Samstag, 26. September bis Freitag, 2. Oktober, soll entlang der Brücke über dem Ratzengraben hinter dem Kino, zwischen Waldseer Straße und Danzigbrücke die Vielfalt der in und um Biberach lebenden Menschen gezeigt werden. Über 70 Einsendungen kamen bei den Organisatoren an, Texte, Gedichte, Gebete, Lieder, Fotos, Rezepte, Zeichnungen, persönliche Statements.

Ganz spontan beschäftigten sich noch Schülerinnen und Schüler vom Kunstunterricht der Klassen TGG11-1 und TGG11-2, der 11. Klassen des Technischen Gymnasiums - Schwerpunkt Gestaltung und Medientechnik - an der Karl-Arnold-Schule in Biberach mit dem Thema „Vielfalt“ und schickten ihre kreativen Werke, die nun auch ihren Platz auf der „Brücke der Vielfalt“ gefunden haben.

Hinter dem Kreuz leuchtet Ostern bereits auf

In der Mitte über der Abendmahlszene haben die Meyers die Kreuzigung platziert. Maria umklammert den Balken zu Füßen ihres toten Sohnes. Am gemalten Himmel dahinter deutet sich in feurigen Farben aber bereits der Ostermorgen an. "Die große Vielfalt an Szenen beeindruckt die Leute", weiß Seyboldt vom vergangenen Jahr, als die Krippe erstmals in der Kirche zu sehen war. Rita Motz berichtet von Besucher:innen, die bis von Friedrichshafen oder Biberach angereist sind und zum Teil sehr lange verweilten. "Sie waren begeistert, dass ein älterer Mann eine solche filigrane Feinarbeit auf engstem Raum geleistet hat", erzählt die Mesnerin.

Peter Meyer ist inzwischen 83 Jahre alt und zog vor wenigen Tagen nach Ulm in die Nähe seines Sohnes. Für ihn war der Krippenbau ein großes Hobby. Die Figuren für seine Kunstwerke kaufte er in Südtirol. Als Seyboldt, der in Alttann aufgewachsen ist und gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderats war, den Senior einmal besuchte, bekam er eine Vielzahl von Weihnachtskrippen zu sehen - und eben auch die Passions- und Osterkrippe. So kam der heutige Lektor und Wortgottesdienstleiter auf die Idee, diese in St. Nikolaus aufzustellen. Die Kirche sei tagsüber geöffnet, versichert er, und der Auferstandene überstrahle den Leidensweg dort mindestens noch bis Pfingsten.

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