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Stelle für Trauerpastoral geschaffen

Das Dekanat Ludwigsburg unterstützt mit einer Stelle für Trauerpastoral seit einem Jahr den Prozess des Abschieds nehmen für Trauernde.

Ludwigsburg (Württemberg)
Ansprechpartner für Trauernde

Seit September 2020 bekleidet Wolfgang Müller die Trauerpastoral-Stelle in Ludwigburg. Bild: Dekanat Ludwigsburg

Die im Dekanat Ludwigsburg verortete Stelle ist für fünf Jahre angelegt. Seit September 2020 bekleidet Wolfgang Müller die Trauerpastoral-Stelle in Ludwigburg, um Kirchenentwicklung hier direkt und konkret im Bereich von Trauernden zu fördern – so, dass alle wahrgenommen werden und Zugang zu Unterstützung in einer für sie schweren Zeit finden. Pastoralreferent Müller knüpft dafür am bereits bestehenden Netzwerk von Kooperationspartnern an, die Angebote für Trauernde im Landkreis betreuen.

„Eine gut gestaltete Trauerfeier ist der einfachste und beste Beginn eines gelingenden Trauerweges.“

Das sagt Wolfang Müller. Das Ziel der Trauerpastoral-Stelle ist es, Projekte und Angebote für Trauernde zu initiieren, bestehende Projekte und Trauerangebote aufzugreifen und wenn sie geeignet sind, miteinander zu vernetzen. Trauernde im Landkreis Ludwigsburg sollen einen einfachen Zugang zu Unterstützung und Hilfeangeboten vor Ort bekommen. Geplant ist hier etwa eine konfessionsübergreifende Internetseite. Eine gute Kooperation besteht mittlerweile mit der Ökumenischen Hospizinitiative und der Caritasregion. In gutem Austausch findet so am 12. Dezember die Aktion des „World Candle Lighting Day“ statt. Hierbei wird weltweit jeweils um 19 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster gestellt, um an die zu erinnern, die nicht mehr unter uns sind.

Der aus Oberschwaben stammende Theologe verbindet auf persönliche Art das Abschiednehmen und den (Wieder-)Beginn von etwas Neuem. Undogmatisch und für viele Impulse offen, bringt er traditionelle Rituale und Halt gebende Strukturen mit Impulsen aus seinen bisherigen Stationen in Einklang. Konkret kann er hierbei auf einen Hintergrund als Anleiter für Playing Arts, 15 Jahre Auftritte als Kabarettist und eine Journalismus-Ausbildung für Theologen, sowie mehr als 30 Jahre im pastoralen Dienst als Seelsorger zurückgreifen. Die Summe der Erfahrungen ermöglicht ihm eine offene Herangehensweise an das Thema der Trauer, die aber nie vergisst, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich aktuell in ihrem Prozess befinden.

Um sich dem Thema Trauer auch medial und konfessions- und kirchenmauernübergreifend zu nähern, hat Wolfang Müller einen eigenen Blog ins Leben gerufen. Unter https://wasbleibt.blog/, der auch über die Website des Katholischen Dekanats abrufbar ist, können Interessierte Gedanken, Impulse und Fragestellungen rund um das Thema Trauer lesen, in Austausch mit ihm kommen oder Tröstendes für sich mitnehmen. Neben der Trauerarbeit unterrichtet Wolfgang Müller Religionsunterricht an der Gewerblichen Carl-Schaefer-Schule in Ludwigsburg. Zuvor arbeitete er als Referent für Kirchenentwicklung, Dekanate und Glaubenskommunikation in der Hauptabteilung IV des Bischöflichen Ordinariats in Rottenburg a.N.

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