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Tantiemen für Kinder in Not

Bad Saulgauer Dekan und Musikdirektor spenden Einnahmen ihrer Kompositionen an die Bruder-Konrad-Stiftung.

Bad Saulgau
Dekan Müller steht neben dem Papst und weist mit der Hand nach vorne.

Dekan Peter Müller stellt Papst Franziskus die Stadtmusik Bad Saulgau und ihren Musikdirektor Marc Lutz (ganz rechts) vor - Foto: Stadtmusik Bad Saulgau

Die Erfolgsgeschichte beider Männer begann bereits im Jahr 2020. Beim Antrittsbesuch des neuen städtischen Musikdirektors Marc Lutz bei Dekan Peter Müller klügelten sie einen Plan bezüglich eines neuen Prozessionsmarsches aus. In Verbindung mit einer Papstaudienz ging die Geschichte des Bad Saulgauer „Deals“ zwischen Dekan und Musikdirektor in die Chronik der Stadtmusik ein. Musikdirektor Lutz komponierte den Prozessionsmarsch und im Jahr 2023 organisierte Dekan Müller als Gegenleistung die Romreise der Stadtmusik und Bürgerwache mit privater Papstaudienz. Für „Corpus Domini“ , so der Titel des Marsches, steuerte der Dekan den Text im Trio bei.

Nun verkauften die beiden den Marsch an den Musikverlag Tyrolis. Verträge legten die prozentuale Beteiligung von Komponist und Textdichter fest. Die Tantiemen fließen aber nicht auf die Konten von Komponist und Dekan, sondern direkt auf das Konto der Bruder-Konrad-Stiftung. „Der Verlag fragte nochmal nach, ob wir das auch wirklich so haben wollten“, verrät Marc Lutz. „Wir wollen damit nichts verdienen und haben uns dazu entschlossen, mit dieser Geste die Bruder-Konrad-Stiftung zu unterstützen“, bestätigt Dekan Müller. So wird zu Lebzeiten der beiden plus 70 Jahre lang die prozentuale Gewinnbeteiligung der Stiftung zugute kommen.

Und ein Weihnachtslied oben drauf

Das inzwischen eingespielte Team brachte im Jahr 2022 noch ein Weihnachtslied mit dem Titel „Sel´ge Nacht“ heraus, für das Dekan Müller drei Strophen in weihnachtlicher Manier textete. Dieses Stück verkauften die beiden an den „Strube Verlag“ nach München. Auch hier werden die beiden prozentualen Beteiligungen direkt an die Stiftung überwiesen. „Es werden jetzt nicht die großen Summen fließen“, vermutet Musikdirektor Lutz, „aber immer wieder wird ein kleiner Betrag von beiden Kompositionen jährlich auf dem Konto der Stiftung landen.“ „Es plätschert dann so vor sich hin“, ergänzt Dekan Müller.

Ob die Freundschaft zwischen Dekan und Musikdirektor weitere musikalische Projekte hervorbringt, das wollten beide noch nicht beantworten. „Wir lassen das Leben und die Musik bestimmen“, betont Musikdirektor Lutz. Die Geschäftsführerinnen der Stiftung, Anna Bantleon und Andrea Hehnle, sind von der bisherigen Aktion jedenfalls begeistert. „So einen originellen Spendenanlass hatten wir noch nie und wir freuen uns über diese Unterstützung zum Wohl von Kindern und deren Familien“, sagt Andrea Hehnle und hofft, dass viele Chöre und Orchester die Musikstücke kaufen und aufführen. „Mit Musik Kindern Gutes tun, damit die Bruder-Konrad-Stiftung weiterhin für Kinder in Not da sein kann.“

Weitere Informationen zur Bruder-Konrad-Stiftung und zu den Möglichkeiten, sie zu unterstützen, finden Sie hier.

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