Die Tradition des Josefstags habe in Bavendorf bereits in den 1980er Jahren begonnen, erklärt Markus Kleb. Aus dieser Zeit stamme auch die Josefsfigur an der Seitenwand von St. Columban. Sein früherer Chef bei der Zimmerei Strobel - inzwischen M.S. Holzbau - sei nach einer Messe mit seinen Mitarbeitern immer noch auf Tour gegangen mit einer fachlichen Besichtigung und der gemeinsamen Einkehr. Nach dessen Tod habe nur das abendliche Beisammensein noch längere Zeit bestanden. „Jetzt sollte man mal wieder was machen“, befanden auch einige von Klebs Kollegen. So sei er auf Pfarrer Hübschle zugegangen, der die Idee gerne aufgriff.
Zimmermann ist eine Berufung
Mit zwei jungen Zimmerleuten als Ministranten - einer hatte bereits Erfahrungen in diesem Dienst - zogen die Kluftträger und der Pfarrer unter feierlichen Orgelklängen in die Kirche ein. Für Kleb ein bewegender Moment. „Dass unser Herrgott sich einen Zimmermann ausgesucht hat an die Seite der Muttergottes, das berührt mich“, gesteht er. Für ihn ist Zimmermann eine Berufung. Josef Sommer freut sich ebenfalls, dass die Tradition in Bavendorf wieder auflebt. Er war unter anderem als Ausbilder 25 Jahre in der Zimmerei Strobel tätig. Seinen Beruf verdanke er aber weniger seinem Namenspatron als seinem Vater, der ihn in den Betrieb geschickt habe.