Die Todesnachricht aus der Klinik in Bad Krotzingen, wo Harald Johannes Öhl seit Mai behandelt wurde, kam überraschend. „Die Feier und Gestaltung der Eucharistie in allen Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Bad Saulgau lag Herrn Pfarrer Öhl besonders am Herzen“, weiß Leitender Pfarrer und Dekan Peter Müller. Seine Stärke sei die Einzelseelsorge gewesen, für Beichtgespräche habe er sich viel Zeit genommen. Ein Ort in der Seelsorgeeinheit lag dem 56-jährigen Verstorbenen jedoch besonders am Herzen: Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Friedberg.
Dort beging Öhl mit vielen Gläubigen monatlich den Herz-Mariä-Samstag, der auf die Botschaften der Muttergottes von Fatima zurückgeht, im Rahmen einer Sühnenacht und an jedem 13. des Monats gestaltete er einen Fatimatag. „Auch am Barmherzigkeitssonntag lud er die Menschen nach Friedberg ein und stärkte ihr Vertrauen auf den barmherzigen Gott“, berichtet Müller. Und er äußert die Zuversicht, dass Gott, dem Öhl vertraut und als Priester treu gedient hat, sein Leben vollenden werde in der himmlischen Herrlichkeit. „Möge Herr Pfarrer Öhl nun schauen dürfen, was er geglaubt und verkündet hat“, schreibt Müller.
Requiem und Beisetzung am Samstag
Bischof Gebhard Fürst weihte den gebürtigen Binzwanger am 6. Juli 2002 in der Weingartener Basilika zum Priester. Nach Vikarsjahren in den Seelsorgeeinheiten Federsee, Süßen-Gingen-Kuchen und Leintal wirkte Öhl ab 2008 in der Seelsorgeeinheit Oberes Achtal im damals neu geschaffenen Dekanat Allgäu-Oberschwaben, bevor er 2016 - ebenfalls als Pfarrvikar - nach Bad Saulgau wechselte. Seine letzte irdische Ruhestätte findet der am 23. Juni Verstorbene auf dem Friedhof in Friedberg. In der dortigen Kirche wird am 2. Juli und in St. Johannes Baptist in Bad Saulgau am 3. Juli jeweils um 19 Uhr der Rosenkranz für ihn gebetet. Das Requiem beginnt am Samstag, 4. Juli, um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist.