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Trauer um Pfr. i.R. Dietrich Omonsky

Nach 61 Jahren priesterlichen Wirkens ist der frühere Ulmer Dekan Dietrich Omonsky am 15. Juli verstorben.

Ulm/Ochsenhausen

Pfarrer Dietrich Omonsky (1933-2021). Foto: DRS/Jerabek

„Ich habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.“ – Diesen Satz aus dem Evangelium (Joh 17,24), das im Requiem für Dietrich Omonsky in Ochsenhausen verlesen wurde und das dieser selbst ausgewählt hatte, habe der verstorbene Mitbruder wirklich im Herzen tief verinnerlicht, sagte der Ulmer Dekan Ulrich Kloos. „So hat er seine priesterliche Berufung verstanden, so hat er Inkarnation verstanden, diesen Christus wirklich als Person in seiner priesterlichen Lebensweise durchscheinen zu lassen, seine Liebe zu den Menschen zu leben und zu verkünden. Dazu gehörte bei ihm eine tiefe Spiritualität, gespeist auch aus dem Geist der charismatischen Erneuerung, der er ein Leben lang tief verbunden war.“

Dietrich Omonsky wurde am 6. Februar 1933 in Magdeburg geboren und kam kurz nach dem Krieg nach Ochsenhausen. Er studierte Theologie in Tübingen, wurde am 2. April 1960 zum Priester geweiht und unterrichtete nach seinen Kaplansjahren, die er in Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Esslingen absolvierte, am Konvikt in Rottweil (1963-69). Von Ende 1969 an wirkte er 17 Jahre als Pfarrer in Ulm-Wiblingen, 1987 wechselte er nach Villingen-Schwenningen, wo er ebenfalls 17 Jahre blieb - bis zum Ruhestand.

Im Jahr 2004 kehrte er nach Ulm zurück, bezog im St.-Anna-Stift eine Pensionärswohnung und half in Ulm und um Ulm herum in vielen Gemeinden mit Gottesdiensten aus. Auch wenn er nicht zelebrierte, kam er gerne zum Gottesdienst in die Wengenkirche, um dann spontan für Beichtgespräche zur Verfügung zu stehen. „Nicht so sehr die Verwaltung, sondern die geistliche Dimension des Priesterseins füllte ihn aus. Wie oft segnete er Menschen, bevor sie weggingen. Das ist unendlich mehr, was wir als Priester mit dem Segen Menschen mitgeben können, als die größten kirchenpolitischen Reden oder Predigten“, sagte Dekan Kloos beim Requiem.

Eine tiefe Christusbeziehung, Treue, Bescheidenheit und Dankbarkeit bescheinigen ihm Priesterkollegen und Weggefährten. Auch die Ulmer Lebensrechtsinitiative und Gebetsgruppe für den Schutz des ungeborenen Lebens konnte immer wieder auf Omonskys Unterstützung zählen. Wer sonst, wenn es die Christen nicht tun, übernimmt die Aufgabe, für das Lebensrecht aller Menschen zu streiten, fragte er einmal.

Dietrich Omonsky wurde im Familiengrab auf dem Friedhof in Ochsenhausen beigesetzt.

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