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Über 250 Besucher sind zu Gast bei „Menschen von hier“

Veranstaltungsreihe ermöglicht das Gespräch und den Austausch zu Ängsten, Hoffnungen, Werten und darüber, wo der Glaube Halt im eigenen Leben gibt.

Balingen
Zwei Frauen und vier Männer stehen nebeneinander. Der Mann rechts hält eine Gitarre vor sich, ein anderer Mann ist ein Geistlicher.

Beim zweiten Abend der Veranstaltungsreihe sind mit dabei (von links): Achim Wicker, Dr. Gerhard Schneider, Micha Haasis, Anna Masoomi, Petra Nann und Tobias Conzelmann. Bild: Dekanat Balingen / Stutz

Über 250 Gäste kamen zu den drei Abenden der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Menschen von hier“ des Katholischen Dekanats Balingen in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung. Bereits am ersten Abend in der Ebinger St. Hedwigskirche verfolgten fast 100 Besucher gespannt die Ausführungen von Kirchengemeinderätin Ann-Sophie Schwarz, Pfarrer Ilze Druvina, Schulleiter Hans-Jörg Fink und Diakon Thomas Vogler über Bibelstellen, die ihnen wichtig sind, während die Sänger:innen des Chors Effata unter Leitung von Martin Wäschle für die musikalische Umrahmung sorgten.

Teilnehmende geben Einblicke 

Beim zweiten Abend „Menschen von hier – erzählen von ihrem Glauben“ kam Gastgeber Dekanatsreferent Achim Wicker ins Gespräch mit Anna Masoomi, Referendarin aus Balingen, Petra Nann, Geschäftsführer von #imländle, Micha Haasis, Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle Balingen, und Weihbischof Dr. Gerhard Schneider, Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Leiter der Hauptabteilung „Liturgie (mit Kunst und Kirchenmusik) und Berufungspastoral“ im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg. Alle vier Teilnehmer:innen gaben Einblicke in ihren Glauben und darin, wo ihnen der Glauben Halt im Leben gibt. Anna Masoomi, deren Ehemann Muslim ist, sagte: „Es ist nicht die Religion, die uns trennt, sondern die Werte, die uns verbinden.“ Petra Nann erzählte von schwierigen Zeiten als junge Mutter und wie der Glaube ihr dabei half, diese zu meistern. „Ich bin überzeugt, dass gerade in der heutigen Zeit die Frage nach Glauben und Halt aktueller denn je ist“, sagte sie. 

Glauben positiv erfahren

Micha Haasis berichtete von seinen Glaubenserfahrungen in der kirchlichen Jugendarbeit, die ihn bis heute prägten, und Weihbischof Dr. Gerhard Schneider berichtete davon, dass er den Glauben schon früh positiv erfuhr. „Es war mir geschenkt, dass ich in meiner Kindheit und Jugend den christlichen Glauben als lebensbejahend, innovativ, spannend und fröhlich erleben durfte. Mir war schon früh klar: Wenn mir das fehlt, fehlt etwas Wesentliches in meinem Leben. Aus dieser Erfahrung lebe ich bis heute. Den Menschen, die mir den Glauben so weitergegeben haben, bin ich bis heute sehr dankbar. Und genau so möchte ich den Glauben auch heute weitergeben", sagte er. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Singer-Songwriter Tobias Conzelmann aus Meßstetten.

Vorlesen im Zwingergarten

Den Abschluss der erfolgreichen Reihe bildete „Menschen von hier – lesen aus ihrem Lieblingsbuch“ an einem lauen Sommerabend im Balinger Zwingergarten unter freiem Himmel. Bezirksjugendreferentin Isabelle Schick, Isabelle Barth, Leiterin des Jugendamts im Zollernalbkreis, Dr. Christine Triebener-Windrich, Internistin und Diabetologin mit Praxis in Balingen, und Johannes Geiger, Fachleitung Soziale Hilfen bei der Caritas, lasen aus ihren Büchern und erzählten von deren Bedeutung für sich. Mit wundervoller Akkordeonmusik gab Kirchenmusiker Rudolf Händel dem Abend den musikalischen Rahmen.

Kommunikation und Austausch

Seitens der Veranstalter zeigte man sich sehr zufrieden mit der Reihe, freute sich über den Zuspruch seitens der Gäste und hielt fest: „Uns und, so sind wir überzeugt, auch viele Besucherinnen und Besucher, haben diese drei Abende wieder sehr beschenkt. Es ist unheimlich wertvoll in der aktuellen Zeit mehr übereinander, über die Ängste und Hoffnungen, die Werte und den Glauben zu erfahren. ‚Menschen von hier‘ ist ein Format, das Kommunikation und Austausch zu Themen ermöglicht, über die sonst gerne nur im engsten Familienkreis gesprochen wird.“

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