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Ulli-Thiel-Friedenspreis: „Frieden schaffen ohne Waffen“

Zum Weltfriedenstag startet der Wettbewerb 2026/27 für Schulen in Baden-Württemberg. Friedensbildung soll kreativ gestaltet werden.

Stuttgart
Frinstauben aus Papier zum Friedenstag Nicole Höfle

Symbolbild Friedenstaube in St.Maria in Stuttgart 2022. Foto: drs/ Dekanat Stuttgart

Am Weltfriedenstag am 21. September startet die achte Ausschreibung des Ulli-Thiel-Friedenspreises„Frieden schaffen ohne Waffen“ für das Schuljahr 2026/27. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulen in Baden-Württemberg sind eingeladen, sich kreativ und inhaltlich mit dem Thema Frieden auseinanderzusetzen. Auch die Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt das Anliegen, die Friedensbildung junger Menschen zu stärken. Der Wettbewerb richtet sich an Einzelpersonen, Klassen, Arbeitsgruppen und ganze Schulen aller Alters- und Klassenstufen.

Friedensbildung kreativ gestalten

Für die Teilnahme kann ein Friedensthema aus den baden-württembergischen Bildungsplänen gewählt werden. Das Motto des Wettbewerbs – „Frieden schaffen ohne Waffen“ – sollte in den eingereichten Arbeiten deutlich zum Ausdruck kommen. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Eingereicht werden können unter anderem Bilder, Plakate und Collagen, Kunstwerke, Videos und Audiodateien, Unterrichtseinheiten und Schulprojekte, Gedichte und andere Texte, sowie Songs und musikalische Beiträge. Damit bietet der Ulli-Thiel-Friedenspreis Schülerinnen und Schülern ebenso wie Lehrkräften die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Weise mit Fragen von Frieden, Gewaltfreiheit und Verständigung zu beschäftigen.

Friedensbildung an Schulen stärken

Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg, der Evangelischen Landeskirche in Baden,pax an! – Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, pax christi Baden-Württemberg der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der GEW Baden-Württemberg und der Erzdiözese Freiburg.

Ziel der beteiligten kirchlichen und gesellschaftlichen Organisationen ist es, die Friedensbildung an Schulen in Baden-Württemberg weiter zu stärken und jungen Menschen Raum zu geben, sich mit Frieden, Gewaltfreiheit und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen.

Mehr als 60 Arbeiten beim vergangenen Wettbewerb

Wie vielfältig die Beiträge sein können, zeigte bereits die siebte Ausschreibung im vergangenen Jahr: 28 Schulen mit mehr als 60 Arbeiten beteiligten sich am Wettbewerb. Bei der Preisverleihung am 26. Juni 2026 im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart wurde Kyra Brand vom Nellenburg-Gymnasium in Stockach für ihre Arbeit „Geschichten eines Kindes“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet, der mit 500 Euro dotiert war. Darüber hinaus wurden weitere Preise in den Bereichen Kunst, Musik, Literatur und Schulprojekte vergeben.

Wer war Ulli Thiel?

Der Friedenspreis trägt den Namen des Karlsruher Sonderschullehrers Ulli Thiel (1943–2014).Gemeinsam mit seiner Frau Sonnhild engagierte er sich jahrzehntelang in der Friedensbewegung, unter anderem in der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und in der Friedensarbeit der Badischen Landeskirche. Thiel war außerdem Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm im Jahr 1983. An der Aktion beteiligten sich rund 400.000 Menschen. Sie gilt als eine der größten Aktionen der Friedensbewegung in Deutschland.

Jetzt Beiträge für den Ulli-Thiel-Friedenspreis einreichen

Beiträge für den Ulli-Thiel-Friedenspreis 2026/27 können mit einer kurzen Beschreibung per E-Mail an Friedenspreis-utfp@posteo.de oder per Post eingereicht werden:

Ulli-Thiel-Friedenspreis
Holderstraße 16
73779 Deizisau

Einsendeschluss ist der 19. März 2027.

Auch in diesem Jahr werden mehrere Preise vergeben. Der erste Preis ist mit 500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 25. Juni 2027 statt.

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Hinweise zur Ausschreibung gibt es auf der Website des Ulli-Thiel-Friedenspreises.

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