Zum Inhalt springen

Neuer Begegnungsort für Stadtkreis und Dekanat

Zweijährige Sanierung des Bischof-Sproll-Hauses beendet

Ulm (Donau)

Bei der Sanierung des Bischof-Sproll-Hauses wurde Rücksicht auf den historischen Charakter des Hauses genommen. Der Haupteingang des sanierten Hauses befindet sich an der Olgastraße. Bild: Oliver Schütz

Nach zweijähriger Renovierungszeit öffnet das Bischof-Sproll-Haus in der Ulmer Olgastraße 137 neben der Georgskirche. Diesen Anlass feiert die katholische Kirche in Ulm mit einem Tag der offenen Tür und mit der Segnung des Hauses durch Bischof Gebhard Fürst am Samstag, 28. September.

Von den fünf Stockwerken des Bischof-Sproll-Hauses belegt die Caritas mit ihren Dienst- und Beratungsstellen drei Stockwerke. Zudem ist das Katholische Dekanat Ehingen-Ulm mit Geschäftsstelle, Betriebsseelsorge und Erwachsenenbildung in dem früheren „Bischof-Ketteler-Haus" untergebracht. Neu eingezogen ist im dritten Obergeschoss das Katholische Verwaltungszentrum Ulm. Im Hinterhof des Gebäudes konnte an der Stelle alter Garagen ein neuer Veranstaltungsraum errichtet werden. Dieser ermöglicht - zusammen mit mehreren Besprechungsräumen im Haus - Veranstaltungen, Konferenzen und Seminare. Dadurch wird das Haus zum Begegnungsort.

Um die Öffentlichkeitsarbeit in der Region zu intensivieren, wird Anfang 2020 auch die neue Regionalredaktion „Ulm-Ostalb“ der Diözese ins Bischof-Sproll-Haus einziehen. Mit den Beratungs- und Hilfe-Angeboten der Caritas, mit den Angeboten im Bereich der Erwachsenenbildung, Spiritualität und Förderung des Ehrenamts sowie mit dem die kirchlichen Aktivitäten professionell unterstützenden Verwaltungszentrum ist im Bischof-Sproll-Haus ein wichtiges katholisches Zentrum für den Stadtkreis Ulm und den Alb-Donau-Kreis entstanden, der dem Dekanat Ehingen-Ulm entspricht.

Das Haus Olgastraße 137 in Ulm gehört der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die das Gebäude, in dem früher das 1903 erbaute Landratsamt untergebracht war, 1987 erworben hatte. In den vergangenen zwei Jahren wurde das Haus durch die Diözese als Eigentümerin grundlegend renoviert. Das für die Sanierung, Umstrukturierung und den Anbau des Tagungsraums zur Verfügung stehende Budget betrug 4.568.000 Euro. Während der Arbeiten waren die Dienste an anderem Ort untergebracht. Im Mai 2019 sind sie wieder in das Haus zurückgezogen.

Die Namensänderung:
Das Haus trug nach der Übernahme durch die Kirche den Titel „Bischof-Ketteler-Haus". Allerdings wurde dieser Name kaum verwendet. So kam es zur Suche nach einem neuen Namen und mit Zustimmung des Bischofs soll das Haus nun Bischof-Sproll-Haus heißen. Als Bekennerbischof, dessen Seligsprechungsverfahren läuft, ist Sproll, der aufgrund seiner Haltung von den Nationalsozialisten aus der Diözese verbannt worden war, ein Vorbild an Glaubensstärke und politischer Weitsicht. Im benachbarten Gebäude Olgastraße 139 lebte zudem die Familie Scholl von 1933 bis 1939. In historischer Nachbarschaft wird damit an Ikonen des Widerstands und wache Christen erinnert.

Das Programm:
Am Samstag, 28. September, wird das Bischof-Sproll-Haus eingeweiht und bei einem „Tag der offenen Tür“ von 14 bis 19 Uhr vorgestellt. Das Programm ist wie folgt:  Um 14 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung. Beim Tag der offenen Tür gibt es die Möglichkeit zur Besichtigung, es gibt Informations- und Aktionsangebote auf fünf Stockwerken, Kinderangebote, Ausstellungen sowie Kaffee und Kuchen; 14.30 bis 17 Uhr: Info-Veranstaltungen im Saal mit Vorträgen zur Geschichte des Hauses (14.30 Uhr), Kindererziehung (15 Uhr), zur Situation traumatisierter Flüchtlinge (17 Uhr) und zum Thema „Gelassenheit, Dank, Humor und Freude – Kennzeichen christlicher Glaubenslust“ (16.30 Uhr) ; 15.30 Uhr: Ehrungen von Ehrenamtlichen der Caritas; 17.30 Uhr: Segnung des Hauses durch Bischof Dr. Fürst; 18 Uhr: Gottesdienst mit Bischof Dr. Fürst in der Georgskirche.

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Christian Turrey

War der 11. September vorhergesagt?

Ein New Yorker Künstler gestaltet in den 90er Jahren einstürzende Brücken und fallende Twin Towers aus Stein. Eine Prophezeiung für den Anschlag 2001?

Wikimedia CC0/ Armin Appel

Kloster Obermarchtal erhält Förderung für historische Dachstuhlsanierung

Obermarchtal

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die denkmalgerechte Sanierung des historischen Dachstuhls im Kloster Obermarchtal.

Aktuelles

aus der Region

Christine Eberle

Kunst zum Entdecken und Nachdenken

Ellwangen (Jagst)

Eine Ausstellung mit Werken von Judith Wettemann-Ebert knüpft an die Themen der Landesgartenschau und besonders an die dortige Blumenschau an.

Insta-Pfarrer goes TV und Sonja (fast) zum Beichten

Obermarchtal

„Sonja in ...“ heißt eine Reportagereihe der SWR-Landesschau. Auf ihrer Tour durch Obermarchtal trifft Sonja Faber-Schrecklein „Insta-Pfarrer“ Loi.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

iStock.com/Smederevac

Bischof Dr. Krämer wünscht guten Start ins neue Schuljahr

Rottenburg am Neckar

Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger begleiten Schüler- und Lehrer:innen das Schuljahr hindurch wohlwollend und unterstützen sie tatkräftig.

Tobias Tropper

Gemeinsames Singen ist eine friedensbewegende Kraft

Ravensburg

Der Komponist und Musiker Helge Burggrabe erzählt im Interview von berührender Spiritualität und innerer Stärke bei seinen HAGIOS Friedenskonzerten.

Lothar Schubert neu im Vorstand der Bischof-Moser-Stiftung

Rottenburg

Lothar Schubert gehört seit dem Sommer dem Vorstand der Bischof-Moser-Stiftung an. Diese fördert die pastoralen Dienste innerhalb der Diözese.

Franziska Deubel

Diese Orgel schwebt von A nach B

Wer am Tag des Offenen Denkmals am 13. September etwas Besonderes sehen möchte, für den kommt vielleicht die schwebende Orgel in Alpirsbach in Frage.

Bild: picture alliance SZ Photo Alessandra Schellnegger

Christliche Kirchen gratulieren zum jüdischen Neujahrsfest

Rottenburg am Neckar

Bischöfe und Bischöfin aus Baden-Württemberg übermitteln ihre gemeinsamen Glück- und Segenswünsche und äußern ihre Hoffnung auf Frieden und Freiheit.