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Ulrich Kloos als Dekan bestätigt

Der Wiblinger Pfarrer Ulrich Kloos ist für weitere sieben Jahre zum Dekan des Dekanats Ehingen-Ulm gewählt worden.

Ulm (Donau)

Michael Spooren, gewählter Vorsitzender des Dekanatsrats, gratuliert Pfarrer Ulrich Kloos zur Wiederwahl als Dekan des Dekanats Ehingen-Ulm. Foto: DRS/Jerabek

In der Wahlversammlung erhielt Kloos 55 der 58 abgegebenen Stimmen. Auch seine beiden Stellvertreter Ralf Weber (Dornstadt) und Gianfranco Loi (Obermarchtal) wurden im Amt bestätigt. Mit Philipp Kästle, Pfarrer der Ulmer Suso-Gemeinden, der erstmals zur Wahl stand, unterstützen künftig drei Stellvertretende Dekane Kloos in seiner Arbeit.

In seiner Vorstellung warb Kloos um einen „größeren Blick“ der Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten und für eine „geistliche Weite für Neues“, um auch in unsicheren Zeiten als Dekanat und als Kirche insgesamt „mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit unseren Weg weiterzugehen“. Sein Amt als Dekan verstehe er als Auftrag, in besonderer Weise „bei den Menschen zu sein, für sie ansprechbar zu sein und wenn es möglich ist, zu helfen oder Hilfe zu vermitteln“. Wichtige Grundlage für diesen und für jeden Dienst in der Kirche sei die geistliche Dimension. Bewusste Zeiten des Gebets, in denen er auch die Menschen, denen er begegne, und die Kranken und Einsamen vor Gott hinbringe, „helfen dabei, ruhiger und gelassener in den Tag zu gehen“, sagte Kloos.

Gleichwohl stoße aber auch ein Dekan kräftemäßig an seine Grenzen. Der plötzliche Tod seines Stellvertreters Harald Talgner, der im Herbst 2019 im Alter von 62 Jahren einem Herzinfarkt erlegen ist, habe ihn nachdenklich gemacht, bekannte Kloos. Deshalb wolle er sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass auf diözesaner Ebene Abhilfe gegen die systematische Überlastung der Pfarrer gefunden werde.

Alle drei Dekanatsbezirke repräsentiert

Ein Bekenntnis seines Vertrauens in einen „lebensbejahenden Gott, der uns atmen lässt“ legte Pfarrer Philipp Kästle in seiner Bewerbung um einen der drei Stellvertreter-Posten ab. Diesen Gott zu verkündigen und mit Menschen auf Spurensuche zu gehen, sei ihm wegweisend, sagte der 44-Jährige. Den Blick des Landpfarrers und der ländlich geprägten Gemeinden einzubringen und besonders Ehingen als Dekanatsbezirk im Dekanat weiterhin zu vertreten, hat sich Pfarrer Gianfranco Loi für die neue Amtszeit als Stellvertretender Dekan vorgenommen. Pfarrer Ralf Weber hob in seiner Bewerbung „das gute, unaufgeregte Miteinander“ im Dekanat hervor und versprach, Ehingen-Ulm weiterhin gut im Diözesanrat und im diözesanen Priesterrat zu repräsentieren.

Mit dem Ziel, das kirchliche Leben zu stärken und zu entfalten, leisten die Dekanate Unterstützung der Priester und der pastoralen Mitarbeiter bei der Wahrnehmung ihrer seelsorglichen Aufgaben und vernetzen die kirchliche Arbeit durch besondere Dienste und Angebote der Seelsorge und Hilfe wie Jugendreferat, Klinikseelsorge und Betriebsseelsorge. Außerdem setzen sie Ziele, Konzepte und Prozesse der Diözese in ihrem Gebiet um und wirken mit in der fachlichen Aus- und Fortbildung und der spirituellen Stärkung der ehrenamtlichen Dienste. Seit der Dekanatsreform 2006 sind die Dekanate in ihrer Fläche den Landkreisen angeglichen. Das erleichtert es den Dekanen, die Kirche in regionalen Belangen in Politik, Kultur und Gesellschaft zu vertreten.

Ähnlich wie bei der Wahl des Bundespräsidenten kommt die Wahlversammlung eines Dekans nur zu diesem Zweck zusammen. Dieser Wahlversammlung gehören stimmberechtigte Mitglieder des Dekanatsrats, darunter Delegierte aus den Seelsorgeeinheiten und Vertreter der katholischen Verbände, sowie in gleicher Anzahl Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten an. Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker als Vertreter des Bischofs und Dekanatsreferent Dr. Wolfgang Steffel leiteten die Wahlversammlung, der eine kurze Andacht vorangestellt war.

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