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Vielfalt aktiv gestalten

Einladung zum Perspektivwechsel: Die Caritas Rottenburg-Stuttgart hat die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet.

Stuttgart

Screenshot: charta-der-vielfalt.de

Die Caritas Rottenburg-Stuttgart hat die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Diese Urkunde ist das Herzstück der gleichnamigen und größten Arbeitgebendeninitiative. Ziel ist, Anerkennung, Wertschätzung und Diversity in der Arbeitswelt deutscher Unternehmen und Organisationen voranzubringen. "Wir als Caritas sehen es als Selbstverpflichtung, die vielfältigen Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden anzuerkennen und die besten Voraussetzungen zu schaffen, damit diese Vielfalt in unserem Verband im täglichen Arbeitsalltag gelebt werden kann", sagte Caritasdirektor Oliver Merkelbach anlässlich des Deutschen Diversity Day am 23. Mai.

Zugrunde liege die Überzeugung, dass sich Unterschiedlichkeit in unserer Gesellschaft und in der Caritas bereichernd entfalten kann. "Dies nehmen wir als Basis um zu lernen, wie ein Miteinander in dieser Vielfalt gelingt. Wir wollen Vielfalt nicht nur zulassen, sondern aktiv gestalten. Denn darin konkretisieren sich die Werte, für die wir als Caritas stehen."

Von Respekt und Vertrauen geprägtes Arbeitsumfeld

Mit der Unterzeichnung der Charta bekräftige der katholische Wohlfahrtsverband seinen eingeschlagenen Weg, sich für ein von Respekt und Vertrauen geprägtes Arbeitsumfeld einzusetzen. Seit Jahren buchstabiere der Verband in seiner angestoßenen Diversity-Bewegung "Caritas in Vielfalt" eine solche vorurteilsbewusste Haltung und Offenheit gegenüber Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit – etwa was Geschlecht, Alter, Nationalität, ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung, sexueller Identität oder die körperlich-geistigen Fähigkeiten betrifft. Aktiv versuche der Verband auf vielen Ebenen ein Lernen zu ermöglichen, damit sich Prozesse verändern. "Wir verstehen dieses Lernen als eine Einladung zum Perspektivwechsel", so Merkelbach.

 

Diese Idee von Vielfalt und wertschätzendem Umgang bildet die große Klammer unseres gemeinsamen Arbeitens in der Caritas.
Caritasdirektor Oliver Merkelbach

 

Bestes Beispiel sei die Ausbildung von Anti-Bias-Multiplikator:innen, die in Fortbildungsangeboten für Mitarbeitende in der Sozialen Arbeit ein Bewusstmachen der eigenen Vorurteile anstoßen. Auch stehe bei der Frage der Kirchenzugehörigkeit schon seit Jahren nicht mehr die Frage an erster Stelle, ob Mitarbeitende Mitglied in einer christlichen Kirche seien, sondern ob sie die Werte der Caritas teilen und in ihrem beruflichen Handeln dazu einen Beitrag leisten wollen. "Diese Idee von Vielfalt und wertschätzendem Umgang bildet die große Klammer unseres gemeinsamen Arbeitens in der Caritas."

Ein durch Vielfalt geprägte Arbeitsleben sei in den Augen der Caritas auch ein Beitrag zur Demokratie, so Merkelbach. „Denn wir alle sind es, die eine demokratische Gesellschaft formen, wenn wir es zulassen und uns dafür einsetzen, dass Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit das Zusammenleben bereichern.“

Die "Charta der Vielfalt"

Mehr als 4.900 Organisationen haben die "Charta der Vielfalt" bis heute unterzeichnet. Damit repräsentiert die Charta der Vielfalt über 15 Millionen Beschäftigte in Deutschland. Die Umsetzung der Charta hat zum Ziel, ein wertschätzendes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden zu schaffen – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft.

Die Anerkennung und die Förderung vielfältiger Potenziale schaffen wirtschaftliche Vorteile für die unterzeichnenden Organisation, so die Grundüberzeugung.

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