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Vier Männer erhalten Weihe zum Ständigen Diakon

Weihegottesdienst mit Bischof Dr. Krämer in Ulm-Söflingen. Die künftigen Diakone kommen aus Neresheim, Ulm, Dietenheim sowie aus Heiningen.

Ulm (Donau)

Durch Handauflegung und Gebet von Bischof Dr. Klaus Krämer werden am Samstag, 23. Mai, in Ulm-Söflingen vier Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. Der Weihegottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Kirche Mariä Himmelfahrt und steht unter dem Leitwort „Den Armen eine frohe Botschaft bringen“ nach Jesaja. Zu Diakonen geweiht werden: Klaus Brenner (Neresheim), Hanno Hesterberg (Ulm), Horst Köstner (Dietenheim) sowie Christian Schumann aus Heiningen.

Klaus Brenner (57) ist ledig und wohnt auf dem Härtsfeld in Neresheim-Dorfmerkingen, wo er zusammen mit vier Geschwistern aufgewachsen ist. Seit fast 30 Jahren arbeitet er als Steuerreferent bei der Firma Carl Zeiss AG in Oberkochen. Schon seit jeher engagiert er sich in vielfältigen Bereichen seiner Kirchengemeinde, unter anderem als Kommunionhelfer und Wort-Gottes-Feier-Leiter. Mit seinem Dienst möchte er dazu beitragen, die christliche Botschaft mit ihrem Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe zu verwirklichen und Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu den Menschen zu bringen. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Seelsorgeeinheit Neresheim tätig sein.

Hanno Hesterberg (55) ist in Schwerte geboren, in Dielheim bei Heidelberg aufgewachsen und ledig. Er hat in Freiburg im Breisgau Theologie studiert und danach als Lehrer an beruflichen Schulen gearbeitet. Für die Militärseelsorge hat er in der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Ausbildung zum Pastoralreferenten gemacht und war in der Kirchengemeinde St. Josef in Öhringen eingesetzt. Seit 2022 ist er als Militärseelsorger in Ulm mit dem Bundeswehrkrankenhaus und der Kaserne in Dornstadt tätig. Die Aussage, mit der er in seinen Dienst bei der Militärseelsorge gestartet ist, soll auch seinen Dienst als Diakon prägen: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, den Menschen den Himmel offen zu halten. Zuhören, helfend zur Seite stehen, damit Leben gelingen kann und etwas vorwärts geht. Hoffnung und Zuversicht, Gottes Liebe für die Menschen sichtbar zu machen.“ Nach der Weihe wird er als Diakon im Hauptberuf im Katholischen Militärpfarramt Ulm II tätig sein. 

Horst Köstner (45) ist in Temeschburg (Rumänien) geboren und in Göppingen aufgewachsen. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie in Dietenheim. Nach dem Studium der Katholischen Theologie und der Philosophie an der PTH in Benediktbeuern und der pastoralen Berufseinführung war er seit 2014 als Pastoralreferent in der Seelsorgeeinheit Dietenheim-Illerrieden tätig. 2024 wechselte er in die Seelsorgeeinheit Laupheim, wo er im Rahmen der diakonischen Pastoral unter anderem für Seniorenheime, verschiedene Besuchsdienste, caritative Gruppen und für die Trauerseelsorge verantwortlich ist. Durch seinen Dienst in Diakonie, Seelsorge und bei der Spendung von Sakramenten möchte er dazu beitragen, dass Menschen auch heute Gott erfahren können als jemanden, der ihnen heilsam entgegenkommt und will, dass ihr Leben gelingt. Nach der Weihe wird er als Diakon im Hauptberuf in der Seelsorgeeinheit Laupheim tätig sein.

Christian Schumann (47) stammt aus Duisburg und wohnt heute in Heiningen am Fuß der Schwäbischen Alb. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter. Als Studien- und Berufsberater bei der Bundesagentur für Arbeit trifft er regelmäßig mit jungen Menschen zusammen, die vor wichtigen Lebensentscheidungen stehen. Sie dabei zu begleiten und zu ermutigen, begreift er als diakonische Aufgabe. In einer Kirche, die sich global und gerade auch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vor Ort stark verändert, bedürfen viele Menschen einer ermutigenden Begleitung. Hier aktiv dabei mitzuwirken ist für ihn Diakonat. Darüber hinaus schlägt sein Herz für die Liturgie und Kirchenmusik. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Seelsorgeeinheit Voralb (Bad Boll/Heiningen) tätig sein. 

 

Zum Hintergrund:

Über Jahrhunderte war in der römisch-katholischen Kirche die Diakonenweihe nur die Vorstufe zur Priesterweihe. Beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) wurde das Amt des Ständigen Diakons wieder eingeführt. Der Diakonat wird als „eigene und beständige Stufe der Hierarchie wiederhergestellt werden können“ neben dem Bischof und den Priestern, so heißt es 1964 in „Lumen gentium“. Nach Aussage des II. Vatikanum ist der Diakonat ein „für die Kirche im höchsten Maße lebensnotwendiges Amt“ (Lumen gentium 29). Ständige Diakone sind meist verheiratet; sie haben sich im Beruf/Leben und im Glauben bewährt. Ständige Diakone sind in der Diözese Rottenburg-Stuttgart in der Regel „im Zivilberuf“, das heißt ehrenamtlich, tätig; manchmal auch „im Hauptberuf“. „Sie sind aus dem Leben unserer Kirche nicht mehr wegzudenken“, sagt Erik Thouet, Bischöflicher Beauftragter für die Ausbildung der Ständigen Diakone in der Diözese. 

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