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Was bleibt vom Kinderglauben?

Theologe Eckhard Raabe erzählt, wie seine Erziehung seinen Kinderglauben beeinflusst hat - und wie er als Erwachsener darüber denkt.

Rottenburg/Stuttgart

Foto: DRS/Werner/Ebersbach

Wer als Kind mit dem lieben Gott als Mann mit weißem Bart aufwächst, für den zerbricht die Gottesvorstellung schon vor der Pubertät. Was dann übrig bleibt, ist meist ein selbst gebasteltes Gottesbild mit den Versatzstücken aus Gottesdienst, Religionsunterricht und wachsender Lebenserfahrung.

Der Theologe Eckhard Raabe hast seine Lebensgeschichte mit Gott in einem kleinen Büchlein zusammengefasst. Die Grafikerin Annika Werner hat die Bilder dazu gemalt. Jetzt ist das Büchlein „Was ich glaub(t)e“ im Selbstverlag der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart erschienen. Es kostet 3 € und ist im Fachstellenshop zu beziehen.

In „Was ich glaube(t)e“ buchstabiert Eckhard Raabe das Alphabet des Glaubens durch. A wie Auferstehung: Was bleibt von der kindlichen Vorstellung, dass man nach dem Tod in den Himmel aufsteigt. Nicht viel, meint der Theologe und formuliert seine Vorstellung von Auferstehung in Einklang mit naturwissenschaftlichem und manchen zeitgenössischen Theologen. B wie Beten: Da ist von der kindlichen, von den Eltern vorgeschriebenen Gebetspraxis wenig übrig geblieben, aber ab und zu ein Gespräch mit Gott vielleicht, so Raabe.

Glauben von A wie Auferstehung bis Z wie Zweifel. Das 88-seitige Büchlein kann Jugendlichen an der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsenenalter eine Anregung sein, eigene Gedanken über Gott und die Welt zu denken, ohne sie gleich mit dem Katechismus zu erschlagen.„Was ich glaub(t)e“ ist auch eine Einladung, nicht im Kinderglauben zu erstarren, sondern den Glauben von Lebensphase zu Lebensphase wachsen zu lassen, Altes über Bord zu werfen und neue Ideen aufzugreifen.

„Was ich glaub(t)e“ von Eckhard Raabe, herausgegeben von der Fachstelle Medien, 88 Seiten, 3 € im Shop der Fachstelle Medien.

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