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Wegpaten kümmern sich um den Martinusweg

Neue Helferinnen und Helfer für die Martinusgemeinschaft. Pilgern bietet Natur, Bewegung und Spiritualität unmittelbar vor der eigenen Haustür.

Rottenburg am Neckar
Ein Mann mit Rucksack und Sonnerbrille lächelt in die Kamera. Er hat das Foto offenbar selbst von sich aufgenommen. Er lächelt. Hinter ihm ist eine offen, weite und menschleere Landschaft zu sehen. Schmitz

Tilmann Schmitz pilgert seit Jahren regelmäßig rund um seinen Wohnort Rottenburg aber ist auch auf Pilgerwegen außerhalb Deutschlands unterwegs. Das Foto zeigt ihn auf dem Olavsweg in Norwegen. Bild: Schmitz

Tilmann Schmitz aus Rottenburg ist Ansprechpartner für die rund 70 Wegpatinnen und Wegpaten auf dem Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg. Der Arzt, der nach einer Tätigkeit als Geschäftsführer eines Gesundheitsunternehmens im Bereich Ernährung und Prävention in diesem Jahr in den Ruhestand geht, spürt in sich eine große Faszination für das Pilgern und beschreibt diese so: „Die Mischung aus Spiritualität und Natur ist es, die mich persönlich daran begeistert.“ Diese Erfahrung möchte Schmitz mit anderen teilen.

Regelmäßig auf Pilgerwegen unterwegs

Zur Martinusgemeinschaftgehört Schmitz seit knapp zwei Jahren. Schon lange davor war er jedoch bereits regelmäßig auf Pilgerwegen unterwegs – vor allem rund um seinen Wohnort Rottenburg, wo sich Jakobs- und Martinuswege kreuzen, darüber hinaus aber auch auf Fernpilgerwegen, beispielsweise auf dem Franziskuswegin Italien und auf dem Olavswegin Norwegen. Vor gut einem Jahr übernahm er die Aufgabe, sich um die Wegpat:innen auf dem Martinusweg zu kümmern. Er koordiniert die Aufgabenverteilung, organisiert den Austausch untereinander und lud die Ehrenamtlichen zu Treffen in Kornwestheim und Oberdischingen ein, bei denen auch ein Fachvortrag über moderne digitale Kartierung und die Dokumentation von Pilgerwegen mit auf dem Programm stand.

Wegpate und Pilgerbegleiter

„Der Martinusweg in der Diözese umfasst mit seinen Haupt- und Regionalwegen rund 1200 Kilometer Wegstrecke“, berichtet Schmitz. Patinnen und Paten seien verantwortlich für ein vorab definiertes Wegstück, auf dem sie zwei Mal im Jahr nach dem Rechten sehen müssten. Sie schnitten überwachsene Wegweiser frei, ersetzten beschädigte Schilder und meldeten notwendige Änderungen, wenn Strecken verlegt werden müssen. „Eine sinnvolle Aufgabe, bei der sich immer wieder persönliche Kontakte ergeben“, sagt Schmitz, der selbst auch Wegpate ist und sich um einen Abschnitt des Martinuswegs im Dekanat Rottenburg kümmert. Diese Aufgabe hat er von Rolf Seeger übernommen, der dieses Ehrenamt viele Jahre ausgefüllt hatte. Zusätzlich dazu bietet der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder im Rahmen des Samstagspilgerns regelmäßig Pilgerwanderungen an. Unterstützt werde er dabei unter anderem von Dr. Johannes Holdt, dem Pfarrer der Wallfahrtskircheim Rottenburger Weggental. „Dort stehen für uns Räumlichkeiten zur Verfügung und Pfarrer Holdt gibt den Pilgerinnen und Pilgern den Pilgersegen“, berichtet Schmitz und betont: „Wegpate und Pilgerbegleiter zu sein, das sind jedoch zwei voneinander getrennte Dinge, die je nach Lust und Laune einzeln übernommen werden können.“  

Angebot an alle Menschen

Mit Blick voraus wünscht sich Schmitz vor allem neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter. „Viele der heutigen Wegpatinnen und Wegpaten engagieren sich bereits seit etwa 15 Jahren und von daher steht so langsam ein Generationswechsel an, den wir bewerkstelligen wollen. Wer Interesse hat, kann sich unkompliziert bei der St. Martinus-Gemeinschaft melden“, sagt Schmitz und betont: „Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Menschen, unabhängig von der Konfession.“ 

Natur, Bewegung und Spiritualität

Insgesamt wachse das Interesse am Pilgern seit Jahren kontinuierlich, fährt der Rottenburger fort und berichtet, dass vor allem das sogenannte „Samstagspilgern“ in den Dekanaten steigende Teilnehmerzahlen verzeichne. Dabei lobt Schmitz die engen Zusammenarbeit der Dekanate mit der St. Martinus-Gemeinschaft. Die meisten Menschen pilgerten auf Tagesetappen oder für einige Tage am Stück, fährt Schmitz fort und stellt fest, dass er genau darin die besondere Stärke des Martinuswegs sieht: „Er eröffnet uns die Möglichkeit, Natur, Bewegung und Spiritualität unmittelbar vor der eigenen Haustür miteinander zu verbinden.“

Zur Kontaktaufnahme

Wer Interesse an einer Tätigkeit als Wegpatin oder Wegpate hat, kann sich über das Kontaktformularauf der Homepage der Martinusgemeinschaft melden oder per E-Mail an: martinusgemeinschaft@drs.de 

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