Humor und Leichtigkeit – zwei wichtige, wenn auch nicht immer ganz leicht zu beschaffende Zutaten für eine erfüllte und erfüllende Partnerschaft – standen nicht nur im Mittelpunkt eines inspirierenden Vortrags, sondern zogen sich durch den ganzen Tag. Beate Herre, Psychologie- und Sportlehrerin sowie Bewegungs- und Tanztherapeutin, referierte in Anlehnung an die von Martin Seligmann seit den 1990er Jahren wieder populär gewordene Positive Psychologie über Tugenden und Stärken, die zu einem zufriedenen, Sinn erfüllten Leben verhelfen und die Entwicklung zur seelischen Widerstandskraft unterstützen. Dem Humor komme dabei eine Schlüsselrolle zu, um zu mehr Leichtigkeit und Lebenszufriedenheit zu gelangen. Humor sei nicht nur eine Ressource, sondern auch eine Strategie, mit der man „den inneren Miesmacher austricksen“ könne, so die Referentin.
Etwas Verbindendes, das Spaß macht
Dass Knatsch und Übellaune an diesem Tag gleich gar keine Chance haben, dafür sorgten die Workshops am Nachmittag: weg vom klassischen Angeboten, hin zu etwas Experimentellem, wie Organisatorin Sarah Scharpf sagt: „Nicht das Krisenbehaftete oder die Schwierigkeiten, die es ja in jeder Beziehung gibt, sollten im Mittelpunkt stehen, sondern die Paare sollten etwas erleben, was sie verbindet, was Spaß macht und was sie vielleicht noch nicht kennen.“ Seit anderthalb Jahren verstärkt und vernetzt Sarah Scharpf die offene Bildungsarbeit im Bereich Partnerschaft und Familie im Dekanat Ehingen-Ulm. Zusammen mit Andreas Mattenschlager, Leiter der Psychologischen Familien- und Lebensberatung der Ulmer Caritas, und dem erfahrenen Team der „Tage für Paare“, das in der Ehevorbereitung engagiert ist, führte die Pädagogin und passionierte Musikerin durch den Tag.