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„Welt retten!"

Die Jury zeichnete zum Thema „Welt retten“ drei Filme aus, die sich mit Klimawandel, Konsum und der eigenen Verantwortung auseinandersetzen.

Stuttgart

Die Grundschule Tennenbronn. Foto: BDKJ

Viele gespannte Gesichter waren am Sonntag, 8. Dezember, im großen Saal des Metropolkinos bei der Verleihung des Katholischen Jugendmedienpreises 2019 im Rahmen der Filmschau in Stuttgart zu sehen, ehe die Preisträger*innen verkündet wurden. Die Jury des Bischöflichen Jugendamtes (BJA) verlieh drei Preise in drei Alterskategorien. Einen Preis vergab das Publikum der Filmschau.

In der Alterskategorie bis 15 Jahre freute sich die Medienwerkstatt AG der Grundschule Tennenbronn aus Schramberg über 200 Euro Preisgeld und die begehrte Glastrophäe. Der Film „Nur eine Tüte“ der AG erzählt auf amüsante Weise den Weg einer Plastiktüte vom Supermarkt bis ins Meer. Besonders die technische Umsetzung beeindruckte die Jury. „Der Film wurde nicht nur an einem Nachmittag gedreht! Man sieht, dass die Schülerinnen und Schüler das Projekt über einen längeren Zeitraum verfolgt haben“, so Sabine Winkler, Journalistin beim SWR und Mitglied der Jury.

Carlotta Rief aus Eberhardzell gewann in der Alterskategorie 16 bis 19 Jahre ein Preisgeld von 300 Euro. Besonders beeindruckt war die Jury bei Carlottas Film „ICH und die Generation, die die Welt retten muss“ von der Tatsache, dass Carlotta für Schnitt, Regie, Drehbuch und Filmmusik allein verantwortlich zeichnete und auf einfühlsame Art und Weise auf die Ängste und Befürchtungen ihrer Generation in Bezug auf den Klimawandel aufmerksam machen konnte. Ein tolles Debut einer jungen Filmemacherin.

In der Alterskategorie 20 bis 25 Jahre zeichnete BDKJ-Diözesanvorstand Benjamin Wahl Manuel Kaupp-Merkle und Andreas Giannakidis aus Tübingen aus. Während eines Aufenthalts auf Island im Sommer 2019, mit der Jugendkirche Tübingen, war der Siegerfilm entstanden. Er beeindruckte die Jury nicht nur mit tollen Landschaftsaufnahmen, sondern setze sich auch kritisch mit der Lebensweise und Eigenverantwortung junger Menschen auseinander. „Nur noch kurz die Welt retten!“… oder doch noch kurz genießen? Gerade die Reflexion des eigenen Verhaltens möchte die Jury mit dem Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, hervorheben.

Über den Publikumspreis freut sich in diesem Jahr nochmals die Medienwerkstatt AG der Grundschule Tennenbronn aus Schramberg, die hier mit deutlicher Mehrheit gewann. Die Grundschüler*innen können sich über weitere 300 Euro freuen.

Auf die Frage, wie die Teilnehmenden das Thema angingen, antwortet Referentin Anna Stützle: „Es konnte eine große Angst vor der Zukunft beobachtet werden. Die Kindern und Jugendlichen sind diejenigen, die sich in der Verantwortung sehen anzupacken und etwas zu verändern, ehe es zu spät ist. Die Furcht machte mich als Erwachsene teilweise sehr betroffen. Gleichzeitig versprühten die Einsendungen auch eine unglaubliche Motivation, jetzt was zu machen, kleine Schritte zu tun und so gemeinsam die Sache anzugehen.“

Der Wettbewerb wird vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Filmbüro Baden-Württemberg und der Stadtbibliothek Stuttgart ausgerichtet.

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