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Weltjugendtag in Panama

Pilger erwarten den Papst

Panama-Stadt

Foto: Julia Langendorf

Auch junge Menschen aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart freuen sich auf die Begegnung mit Papst Franziskus sowie mit Christinnen und Christen aus aller Welt in Panama. Vor der Skyline von Panama-Stadt schwenkten die Teilnehmer bei der Eröffnung des XXXIII. Weltjugendtags ihre Fahnen und stellten in den Katechesen und Hearings auch kritische Fragen.

Dialog trotz Gewalt fortsetzen

Wegen der Bodenschätze vereinigten die Engländer 1914 beide Teile in einem Land. Die Konflikte schwelen bis heute. "Mit dem Dialog hat man schon 1960 nach der Unabhängigkeit angefangen", erläuterte Unegbu. Obwohl die meisten Menschen auf beiden Seiten Frieden wollten, instrumentalisierten gewisse Kräfte immer wieder die Religion und die Gläubigen, um ihre Ziele mit Gewalt zu erreichen, so seine Erklärung des Terrors. Und der Priester erzählte von unzähligen nicht eingehaltenen Zusagen im Dialog. "Viele sind müde geworden", fasst er zusammen.

Hier setzt die Arbeit des katholischen Hilfswerks Missio an. Unter dem Leitwort "Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun" bittet es am 24. Oktober weltweit um Unterstützung für Projekte wie die Damietta Peace Initiative in Jos, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Plateau. Philipp Schröder von der Rottenburger Missio-Diözesanstelle zeigte in einem kurzen Filmclip, wie sich dort Christinnen und Musliminnen gemeinsam für Frauen stark machen, die Opfer von Gewalt geworden sind. "Jemand muss vorangehen und zeigen, wie es gehen kann", betonte der Referent.

Dialog mit Respekt

Der Weltmissionssonntag sei ein ermutigendes Zeichen der Solidarität für die Menschen in den ärmsten Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens, wo Missio tätig ist, merkte Schröder an. Die Grundhaltung des Dialogs leitete Weihbischof Matthäus Karrer in seiner Predigt beim Gottesdienst vom Evangelium ab. Jesus habe den blinden Bartimäus nicht geheilt, weil er schon vorher wusste wusste, was er braucht. "Die Frage Jesu 'Was willst du, dass ich dir tue?' ist ein Schlüsselmoment der interreligiösen Begegnung und der Begegnung in der Welt", unterstrich der Weihbischof.

Für eine Begegnung der Kontinente sorgte bei der Eucharistiefeier und beim Festakt der katholische afrikanische Chor aus Stuttgart. Er faszinierte die oberschwäbischen Gottesdienstbesucher mit ungewohntem Rhythmus und Gesang. Pfarrer Simon Hof und Daniel Schmid, gewählter Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde Argental, bedankten sich mit einem Korb frischer Äpfel aus der Region. Bei einem deutsch-afrikanischen Mittagessen konnten sich Einheimische und Gäste stärken und näherkommen.

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