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Wertvolles „Herschles Kreuz“ durch Restaurierung vor Verfall gerettet

Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen der Diözese unterstützt Familie bei Sanierung. Viele Menschen kommen zur Segnung des Kreuzes.

Mulfingen (Jagst)
Ein Priester steht zusammen mit Ministrantinnen und Ministranten vor einem Kreuz aus Sandstein, das sich neben einer Straße befindet.

Dekan Ingo Kuhbach aus Mulfingen segnet das Kreuz. Bild: Ingrid Schuster

Ein Paar steht festlich gekleidet nebeneinander.

Das Stifterehepaar Walter und Renate Beez. Bild: Ingrid Schuster

Ein Wegkreuz steht eingerahmt von zwei Bäumen neben einer Straße. Davor liegt ein grüner Teppich auf dem Boden und es steht ein mit Blumen geschmückter Tisch dort. Auch auf der anderen Seite des Kreuzes sind frische Blumen zu sehen.

Das „Herschles Kreuz“ steht wieder an seinem angestammten Platz am Ortseingang von Hohenrot. Bild: Ingrid Schuster

Das im Jahr 1891 erbaute „Herschles Kreuz“ im zur Gemeinde Mulfingen gehörenden Weiler Hohenrot im Hohenlohischen steht nun – vorbildlich restauriert – wieder an seinem angestammten Platz zwischen zwei schönen Akazienbäumen am Ortseingang. Am vergangenen Sonntag fand die Segnung des Kreuzes statt. 

Inschrift aus dem Buch der Klagelieder

Viele Gäste aus Nah und Fern waren gekommen, um nach einem festlichen, musikalisch schön umrahmten, Dankgottesdienst vor der Kapelle im Zentrum des Ortes in feierlicher Prozession zum Kreuz zu ziehen, um dabei zu sein, wenn Dekan Ingo Kuhbach das Kreuz segnet. Das Kreuz war 1891 von Michael Josef Welz aus Hohenrot anlässlich seines 80. Geburtstags gestiftet worden und trägt die Inschrift aus dem Buch der Klagelieder: „O ihr alle, die ihr vorübergehet am Wege gebet acht und schauet, ob ein Schmerz gleich sei meinem Schmerze.“   

Aufwändig saniert  

Dass das außerordentlich schöne und wertvolle Sandsteinkreuz aufwändig saniert und damit vor dem Verfall gerettet wurde und heute wieder zur Andacht und zum Gebet einlädt, ist Walter Beez und seiner Familie aus Hohenrot zu verdanken, teilen Sabine Langguth und Jörg Sauter, Vorstände der diözesanenStiftungWegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen, mit. Walter Beez ist ein Nachfahre des Stifterehepaares Michael Josef und Barbara Welz. Er und seine Ehefrau beschlossen 2021, das stark verwitterte und schwer beschädigte Kreuz wieder herzustellen. Nachdem die denkmalrechtlichen und behördlichen Genehmigungen eingeholt worden waren, wurde Restaurator Roman Legner aus Bad Mergentheim mit den Sanierungsarbeiten beauftragt. Er führte diese im Laufe der insgesamt drei Jahre dauernden Restaurierungsphase denkmalgerecht und mit hoher fachlicher Kompetenz durch, teilt die Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen mit.  

Kosten von rund 18.500 Euro

Walter Beez und seine Familie haben die Sanierungskosten von rund 18.500 Euro getragen und auch viele Eigenleistungen erbracht. Unterstützung erhielten sie dabei durch Zuschüsse der Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Höhe von 2.000 Euro und von der Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale in Baden-Württemberg e.V. in Höhe von 1.000 Euro.  
Nach den Grußworten von Bürgermeister Sören Döffinger, Ortsvorsteher Norbert Huber, dem Landtagsabgeordneten Dr. Tim Breitkreuz sowie von Sabine Langguth von der Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen klang das Fest mit einem Weißwurstfrühstück unter dem örtlichen Maibaum aus.

Zur Stiftung:

Die Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen der Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt sich für die Erhaltung und Neuerrichtung religiöser Kleindenkmale auf dem Gebiet der Diözese ein. Seit ihrer Gründung im Jahre 2006 hat sie 331 Projekte mit einer Fördersumme von 402.000 Euro unterstützt und weitere 130 Projekte mit dem Stiftungspreis und einer Würdigung von zusammen weiteren 65.000 Euro ausgezeichnet. Weitere Informationen zu der Stiftung gibt es hier.

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