Zum Inhalt springen

Wie eine Klammer zurück in die Vergangenheit

Oberhalb von Fridingen an der Donau lädt das Härlekreuz zum Verweilen ein. Bereits 1505 wurde es erstmals erwähnt, erzählt Wolfgang Wirth.

Fridingen an der Donau
Diözese Rottenburg-Stuttgart

Zur Segnungsfeier des neuen Korpus kamen rund 80 Teilnehmende. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Vor über 500 Jahren das erste Mal erwähnt, lädt das Härlekreuz oberhalb von Fridingen an der Donau noch heute zum Innehalten ein. An dem markanten Aussichtpunkt gelegen sei die Bedeutung des Kreuzes fest im Ort verwurzelt, sagt Wolfgang Wirth, Ehrenvorsitzender des Fridinger Heimatkreises.

„80 Leute kamen zur Weihe des neuen Korpus“, erinnert er sich. Dieser sei notwendig geworden, nachdem Vandalen das Kreuz 2020 zerstörten und den früheren Korpus stahlen. „Da war das Entsetzen groß, aber für uns stand schnell fest, dass wir alles wieder richten“, sagt der 63-Jährige.

Eindrücke und Ausblicke

Viele Privatleute betreuen die Kleindenkmale mit

Die Pflege von Kleindenkmalen, von denen es auf Fridinger Gemarkung rund 70 gibt, sei seit 1995 Teil der Vereinssatzung. Für diese Aufgabe organisiert der Verein immer wieder Tausende von Euro. Und mit einem Altersdurchschnitt von 50 Jahren sei es um den 265 Mitglieder zählenden Verein gar nicht so schlecht bestellt, freut es den Ehrenvorsitzenden.

Ein wichtiger Teil der Heimat

In seiner Kindheit, erinnert er sich, begann am Härlekreuz der Schlittenhang hinunter zum Ort, es gab Prozessionen zum Härlekreuz und zudem steht es an einem beliebten Aussichtspunkt neben einem Wanderweg. „Das Härlekreuz und die Kleindenkmale insgesamt sind ein wichtiger Teil der Heimat“, beschreibt es Wirth.

„Unsere Vorfahren haben sie gepflegt und so sind für uns auch wie eine Klammer zurück in die Vergangenheit.“ Eine Frau aus dem Ort setze so beispielsweise regelmäßig Blumen an dem Kreuz und es gebe noch viele andere Privatleute aus Fridingen, die Kleindenkmale mit betreuten, freut es Wirth. 

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Ines Szuck

Mutig nach vorne - Impulse aus Heiligenbronn

Heiligenbronn

Wie entsteht die Bereitschaft, Vertrautes neu zu denken? Darum geht es beim Besuch des Präsidiums des Diözesanrats bei der Stiftung St. Franziskus.

Lothar Schubert neu im Vorstand der Bischof-Moser-Stiftung

Rottenburg

Lothar Schubert gehört seit dem Sommer dem Vorstand der Bischof-Moser-Stiftung an. Diese fördert die pastoralen Dienste innerhalb der Diözese.

Aktuelles

aus der Region

Tellux-Gruppe

„Heimsuchung“: Tellux produziert preisgekrönten Film mit

Rottenburg

Literaturverfilmung von Volker Schlöndorff mit Lars Eidinger und Martina Gedeck: Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ist an der Tellux-Gruppe beteiligt.

Matthias Zahner

„Ich werde geliebt, wie ich bin"

Horb am Neckar

Diplompsychologe Fred-Jürgen Werr spricht im Interview darüber, warum Selbstliebe oft so schwerfällt und erklärt, was der Glaube damit zu tun hat.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Sibylle Schwenk

Bereichernde Begegnungen am heiligen Ort

Hülen

Drei Anlässe zum Feiern hatte die Kirchengemeinde St. Franziskus in Hülen: 125. Weihejubiläum, 800. Todestag des Kirchenpatrons und Erntedank.

Jens Kramer

Bischof Dr. Krämer spricht zur Bedeutung der Ökumene heute

Stuttgart

Rede bei einem Treffen evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Deutschland. Landesbischof predigt zur Bedeutung einer resilienten Kirche.

Toni Katheininger

Die „Perle des Illertals“ bekommt einen neuen Altar

Erolzheim

Bischof Dr. Klaus Krämer weiht am Samstag die liturgische Mitte der Erolzheimer Kirche nach umfassender Renovierung am 150. Weihetag des Gotteshauses.

Arkadius Guzy

Chor aus Malaysia zeigt Glaubenstradition

Heilbronn

Im Rahmen einer langjährigen ökumenischen Direktpartnerschaft besucht ein Ensemble von der Insel Borneo die Stadt Heilbronn und die Umgebung.

Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirchen suchen gemeinsame Lösungen mit Kommunen

Stuttgart

Acht Regionentreffen laden zum Austausch über die Zukunft kirchlicher Gebäude in Württemberg. Bischof und Landesbischof beziehen in Video Position.