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Wie Religionsunterricht die Resilienz fördert

Das Religionspädagogische Institut Heilbronn zeigt in einer kleinen Ausstellung Beispiele aus dem Schulalltag.

Heilbronn
Religionspädagogisches Institut Heilbronn

Kinder haben die Steine mit bestärkenden Aussagen beschriftet. Das ist eines der im Religionspädagogischen Institut Heilbronn ausgestellten Unterrichtsbeispiele. Foto: DRS/Guzy

Die aktuellen Nachrichten beunruhigen auch Kinder. So berichtet Andreas Weiß, Lehrer an der Grundschule Dahenfeld, dass ein Kind von Angst gesprochen habe, weil Krieg in Israel sei. Für Weiß, der zugleich Fachberater für katholische Religion am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung ist und zum Team des Religionspädagogischen Instituts (RPI) Heilbronn gehört, macht der Fall deutlich, was der Religionsunterricht bieten kann: „Einen Raum, wo die Kinder darüber sprechen können, was so etwas in ihnen auslöst.“ Wie Kinder dabei unterstützt werden können, ihre Gefühle in Worte zu fassen, zeigt das RPI Heilbronn in einer kleinen Ausstellung.

Materialien aus der Unterrichtspraxis präsentieren beispielhaft, wie Religionsunterricht die Resilienz von Kindern stärken kann. Er arbeite gern mit Bilderbüchern, erläutert Weiß die Auswahl. Daher hat er Bilderbuchvorschläge zu den Säulen der Resilienz zusammengestellt.

Szenen aus der Bibel

Die Bücher, ein Spiel und weitere Materialien sollen es Kindern erleichtern, verschiedene Gefühle zu beschreiben und zu benennen. Zu sehen sind auch mit Schüler:innen gestaltete Plakate zu biblischen Geschichten. Eines stellt das Aufeinandertreffen von David und Goliat dar. Weiß ließ in seinem Unterricht auf einem Plakat notieren, was Goliat zu David gesagt haben könnte. Auf Steine durften die Schüler:innen dann schreiben, was sie diesen einschüchternden Äußerungen an persönlich Bestärkendem entgegenhalten können. Das so ausgearbeitete Material ist im RPI zu einer kleinen Szenerie arrangiert.

„Der Religionsunterricht kann Vertrauensbildendes mitgeben“, erklärt die katholische Schuldekanin Elisabeth Ott zu der Ausstellung. Diese ist ein Beitrag zur Reihe „Egal?“ der evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg, die die Bedeutung von Religionsunterricht thematisiert.

Wichtig sei, „hinzuschauen, was gebraucht wird“, sagt Lioba Diepgen, Dekanatsbeauftragte für Kirche und Schule/Schulpastoral im Dekanat Heilbronn-Neckarsulm. Denn Resilienz entstehe durch Bindung und Beziehung. Ein Materialbeispiel aus dem Bereich der Schulpastoral ergänzt die Ausstellung. Dabei geht es um die Stärkung der Lehrkräfte.

Besichtigungsmöglichkeit

Die Ausstellung im Religionspädagogischen Institut Heilbronn, Bahnhofstraße 13, zum Thema Resilienzförderung ist zu den regulären Öffnungszeiten der Einrichtung zugänglich.

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