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„Wir lieben uns – welch ein Segen!“

Diözese Rottenburg-Stuttgart veröffentlicht Materialsammlung für die Segnungen von Paaren - unabhängig von ihrer Lebensform oder ihrem Familienstand.

Stuttgart

Symbolbild: AS Photography für Pixabay

Mit der Veröffentlichung einer Materialsammlung unter dem Titel „Wir lieben uns – welch ein Segen!“ eröffnet die Diözese Rottenburg-Stuttgart neue Wege pastoraler Begleitung für Paare, die um den Segen für ihre Beziehung bitten – unabhängig von ihrer Lebensform oder ihrem Familienstand.

Die Liebe zwischen zwei Menschen

Die nun vorgelegte Sammlung richtet sich an Seelsorgerinnen und Seelsorger, die auch nicht kirchlich verheiratete oder geschiedene und wiederverheiratete Paare sowie Paare in der ganzen Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten auf ihrem gemeinsamen Weg begleiten und ihnen in bedeutenden Momenten spirituell zur Seite stehen. „Der Titel bringt auf den Punkt, worum es in der Materialsammlung geht, so Ordinariatsrätin Karin Schieszl-Rathgeb, Leiterin der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft im Bischöflichen Ordinariat der Diözese: „…um die Liebe zwischen zwei Menschen und um die tiefe Sehnsucht nach Gottes Begleitung.“ Grundlage dieser Sammlung sind die Beschlüsse des Synodalen Weges sowie die Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“, die im April 2025 von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholikenveröffentlicht wurde.

Es geht um die Lebensrealitäten von Paaren heute

Ein wichtiger Impuls kam dabei aus Rom: Papst Franziskus hat mit dem im Dezember 2023 veröffentlichten Schreiben Fiducia supplicansden Weg geöffnet, die Möglichkeit von Segenshandlungen weiter zu denken. Er betont darin die pastorale Bedeutung von Segnungen als Ausdruck der heilvollen Gegenwart Gottes in konkreten menschlichen Lebensgeschichten – auch außerhalb sakramentaler Ordnungen. Im Zentrum steht dabei die Überzeugung: Wo Menschen sich in Liebe und Verantwortung begegnen, ist Gott gegenwärtig – und dieses Miteinander ist segenswürdig. Die angebotenen Segensgebete nehmen die Vielfalt heutiger Paarkonstellationen ernst und bringen zum Ausdruck, dass die Kirche diese Liebe nicht nur anerkennt, sondern auch begleitet. Ordinariatsrätin Karin Schieszl-Rathgeb betont im Vorwort zur Publikation: „Die nun vorliegende Materialsammlung ist ein wesentlicher Bestandteil einer einfühlsamen Seelsorge, die die Lebensrealitäten von Paaren heute im Blick hat und wertschätzt. Es ist meine Hoffnung, dass die Segensgebete viele Menschen erreichen, sie in ihrer Beziehung stärken und sie so erfahren, dass Gottes Liebe sie im Alltag begleitet.“

Gottes bedingungslose Liebe

Auch Martina Fuchs, Referentin im Fachbereich Ehe und Familie der Hauptabteilung „Kirche und Gesellschaft“ sowie Autorin der Materialsammlung, unterstreicht die theologische Bedeutung dieser Praxis: „Gottes bedingungslose Liebe zu bezeugen, zu vermitteln und zu feiern ist eine zentrale Aufgabe der Kirche. Sie wird im Segen erfahrbar.“ Und weiter betont Martina Fuchs: „Wer um den Segen bittet, gibt ein Glaubensbekenntnis ab.“ Heiko Hauger, Referent für das Projekt Queersensible Pastoral in der Hauptabteilung „Kirche und Gesellschaft“, ergänzt: „Die Segensgebete sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer queersensiblen Pastoral, die Menschen in all ihrer Vielfalt ernstnimmt, wertschätzt, und ihnen und ihren Beziehungen wohlwollend begegnet.“

Ab Herbst 2025 werden ergänzend Fortbildungen für hauptberufliche Seelsorgerinnen und Seelsorger angeboten, um die Umsetzung der Segnungen für alle Liebenden weiter zu unterstützen.

 

Die Materialsammlung steht ab sofort online zur Verfügung unter:

https://www.paar-ehe.de/partnerschaft-leben/segensfeiern-fuer-paare-die-sich-lieben.html


Ansprechpersonen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft, sind Martina Fuchs, Fachbereich Ehe und Familie, Telefon: 0711/9791-1045, Mailadresse: mfuchs@bo.drs.de und Heiko Hauger, Projekt Queersensible Pastoral, Telefon: 0711/9791-1045, Mailadresse: hhauger@bo.drs.de.

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