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Wo Jugend lebt, lebt Zukunft

Vorstand der Katholischen Landjugendbewegung Rottenburg-Stuttgart übergibt Positionspapier zum Zukunftsprozess an Bischof Klaus Krämer.

Stuttgart
Gruppenfoto

Bischof Dr. Klaus Krämer (2.v.r.) nimmt das Positionspapier der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) von (v.l.) Franz Szymanski, geistlicher Diözesanleiter, Diözesanvorstand Franz Zinser und Diözesanleiter Dominik Coenen entgegen – Foto: KLJB Rottenburg-Stuttgart

Räume, die von jungen Menschen selbstverwaltet genutzt werden können, werden weniger. Dies liegt zum einen an Auflagen auf Grund verschärfter Brandschutzmaßnahmen, zum anderen am Projekt „Räume für eine Kirche der Zukunft“, bei dem die Kirchengemeinden der Diözese ihr Raumangebot um 30 Prozent reduzieren sollen.

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) sieht diese Entwicklung mit Sorge. Denn Jugendräume seien Schutzräume abseits von Konsumzwang und Leistungsdruck, in denen sich junge Menschen entfalten und Demokratie und Gemeinschaft einüben könnten. Die KLJB fordert deshalb in einem dem Bischof übergebenen Positionspapier Kommunen und Kirchengemeinden auf, Räume für junge Menschen zu öffnen und sie in die Planung, Gestaltung und Verwaltung einzubeziehen. Auch müssten finanzielle Mittel zur energetischen und brandschutzsicheren Erhaltung bestehender Begegnungsmöglichkeiten bereitgestellt werden.

Jugend auf dem Land braucht Räume

Der Gesetzgeber, so fordert der Jugendverband weiter, habe dafür zu sorgen, dass Jugendräume als fester Bestandteil jugendgerechter Angebote benannt und auch gesetzlich verankert werden. Dominik Coenen, Diözesanvorstand der KLJB, appelliert deshalb an die Verantwortlichen: „Wo Jugend lebt, lebt Zukunft.“ Jugendräume seien nicht Beiwerk, sondern zentral für eine lebendige Kirche, eine demokratische Gesellschaft und ein starkes Land. „Wir fordern Politik, Kirche und Gesellschaft auf: Gebt der Jugend Raum – auf dem Land, im Glauben und in der Gemeinschaft.“

Info

Die KLJB der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist ein katholischer Verband für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im ländlichen Raum. Ziel der KLJB ist es, junge Menschen auf dem Land zu verbinden und sie in ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen. Allein in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind rund 4.000 Mitglieder in rund 120 Ortsgruppen zusammengeschlossen.

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