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Wunschberuf dank Studium der praktischen Theologie

Gemeindereferent:innen sind in vielen Bereichen tätig. Theologisches Mentorat der Diözese unterstützt die Studentinnen und Studenten im Studium.

Rottenburg am Neckar
Eine junge Frau steht vor dem Eingang zur Katholischen Hochschule in Mainz. Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Emma Kappeler zog für ihr Studium nach Mainz. Dort studiert sie Praktische Theologie. Unterstützung erhält sie dabei auch durch das Religionspädagogische Mentorat der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die 22-jährige Emma Kappeler aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart studiert in Mainz Praktische Theologie und möchte im Anschluss den Beruf der Gemeindereferentin ergreifen. Im Interview berichtet sie über ihren bisherigen Weg und über die Unterstützung, die sie dabei erhält. 

Frau Kappeler, wie kamen Sie dazu, sich für das Studium der Praktischen Theologie zu entscheiden? 

Nach dem Abitur verbrachte ich ein Auslandsjahr über das Bonifatiuswerk in Island. Dort arbeitete ich in einem Kindergarten und einer Kirchengemeinde mit und habe für mich beschlossen, dass ich in dieser Richtung auch später weiterarbeiten möchte. Es gab aber noch keine Entscheidung für dieses Studium der Praktischen Theologie. Die kam erst später. Nachdem ich wieder zuhause war, hatte ich mich informiert, welche Angebote es gibt und meine Mutter hat dann den Studiengang in Mainz gefunden, der praktische Theologie und soziale Arbeit miteinander verbindet. So kam ich dazu. 

Und welcher Berufswunsch schließt sich für Sie an das Studium an?

Ich möchte als Gemeindereferentin arbeiten, denn ich denke, dass mir diese Arbeit und die vielen Möglichkeiten, die sie bietet, sehr gut gefallen werden. Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten unterrichten beispielsweise an Schulen, sie übernehmen Beerdigungsdienste, arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Senior:innen zusammen und sind in der Kategorialseelsorge tätig, zum Beispiel im Krankenhaus oder im Gefängnis. Es gibt also ganz viele Bereiche, in die man später eintauchen und in denen man arbeiten kann.

Gab es in diese Richtung auf Ihren späteren Wunschberuf schon erste Kontakte?

Ja, ich bin studienbegleitend im Bewerberkreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart für künftige Gemeindereferent:innen, den es für Student:innen der Religionspädagogik und der praktischen Theologie gibt. Dort kann ich mich schon während des Studiums vernetzen und werde auf meinen Wunschberuf vorbereitet. Das ist für mich eine sehr große Chance. Bei meinem Studium habe ich in den letzten Semesterferien außerdem ein sechswöchiges Gemeindepraktikum leisten müssen und konnte so nochmals in die Arbeit vor Ort reinschnuppern. Das war richtig schön und hat mich in meiner Entscheidung bestätigt. 

Fühlen Sie sich gut insgesamt also gut begleitet und unterstützt?

Ja, auf jeden Fall. An der Hochschule in Mainz ist es sehr familiär, die Lehrenden stehen auch außerhalb der Vorlesungen immer für ein Gespräch bereit und es gibt auch eine geistliche Begleitung, zu der wir immer kommen können. Auch im Bewerberkreis der Diözese werden wir sehr gut begleitet und auch dort gibt es immer eine Ansprechperson, an die ich mich bei Fragen wenden kann. Insgesamt fühlt es sich für mich so an, dass es den Ausbildern wichtig ist, dass wir als Studierende den Weg aktiv im Gespräch miteinander gehen. 

Gibt es auch etwas, das Sie überrascht hat? 

Ja, ich hätte mir nicht gedacht, dass alles so familiär ist und dass wir in den Seminaren so viel selbst arbeiten können. Das finde ich echt cool und deshalb hatte ich auch noch nie Zweifel an der Richtigkeit meiner Studienwahl und es gefällt mir alles sehr gut. 

Wie sah Ihr Studium denn bisher inhaltlich aus?

Wie in jedem Studium geht es am Anfang um die Grundlagen. Wir haben mit der Bibel gearbeitet und uns mit Kirchengeschichte befasst. Aber es ging auch um praktische Arbeit wie die Seelsorge und um die Gottesdienstgestaltung. 

Welche Voraussetzungen braucht es aus Ihrer Sicht für das Studium der praktischen Theologie?

Ich finde, man braucht eine gewisse Vorstellung von dem, was man später arbeiten möchte. Für mich ist das jedenfalls wichtig, damit ich weiß, was ich lerne und die Inhalte besser verinnerlichen kann. 

Was würden Sie jemandem raten, der überlegt, einen ähnlichen Weg einzuschlagen?

Ich würde sagen: ‚Wenn Du denkst, es könnte das Richtige sein für Dich, dann probiere es einfach aus‘. Einfach damit anfangen.

Zur Person:

Emma Kappeler kommt ursprünglich aus dem Donautal. Für das Studium zog die 22-Jährige nach Mainz. Dort trifft sie sich am liebsten mit ihren Freund:innen am Rhein oder in der Stadt, fährt gerne mit dem Fahrrad fahren und geht gerne schwimmen. 

Zum Hintergrund:

  • Das Interview mit Emma Kappeler ist Teil einer in unregelmäßigen Abständen erscheinenden Reihe von Porträts, in der Personen vorgestellt werden, die sich im Studium und auf dem Weg zu einem Beruf in der Kirche befinden.
     
  • Das Religionspädagogische Mentorat der Diözese in Rottenburg begleitet Studierende der Angewandten Theologie, der Religionspädagogik und der Praktischen Theologie auch in den Doppelstudiengängen, im Fernstudium sowie im dualen Studium. Für Interessierte an diesen Studiengängen bietet das Mentorat Informationen zum Studium, zu den Angeboten der Studien- und Praxisbegleitung sowie zum Bewerberkreis für Interessent:innen am Beruf Gemeindereferent:in. Durch regelmäßige Veranstaltungen wird der Austausch zwischen den Studierenden der unterschiedlichen Hochschulen sowie auch der Dialog mit den Studierenden auf dem Weg Pastoralreferent:in oder Priester gefördert. Auf der Homepage des Mentorats gibt es eine Übersicht zu allen Studiengängen und Hochschulen, die zum Berufsziel Gemeindereferent:in führen.
     
  • Mehr Informationen zum Fachbereich Praktische Theologie an der Katholischen Hochschule Mainz gibt es auf der Homepage der Hochschule.:

 

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